Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 30. März 2017

Ausgabe vom 24. September 2013

Hafen: Anlass zur Sorge

Autor: Ulrich Krause

CDU

Die Entwicklung im Lübecker Hafen gibt Anlass zur Sorge. Obwohl die Umschlagzahlen seit 2008 rückläufig sind, wird die Wettbewerbslage von manchen Beteiligten einfach ignoriert. Die Hafenarbeiter der LHG erhalten die höchsten Gehälter, die in deutschen Ostseehäfen gezahlt werden. Anders als ihre Kollegen etwa in Rostock müssen sie dennoch weder Mehrarbeit noch Sonn- oder Feiertagsarbeit leisten. Lübecks Wettbewerber haben Tarife, die ihnen in einer scharf kalkulierenden Branche einen konkret bezifferbaren Wettbewerbsvorteil von 15% verschaffen. Statt nun die höheren Kosten für die Kunden unseres Hafens mit besserer Leistung zu rechtfertigen, droht ver.di mit Streik – die sicherste Methode, auch noch die verbliebenen Reeder über Alternativen zu Lübecks Hafen nachdenken zu lassen. Warum? Im Kern geht es ver.di darum, den privaten Mitgesellschafter aus der LHG zu drängen, obwohl klar ist, dass Lübeck die Kosten notwendiger Investitionen in seine Hafen-Infrastruktur nicht aufbringen kann, sondern auf Privat-Investoren angewiesen ist. Ver.di sägt an dem Ast, auf dem die Hafenarbeiter sitzen – und mit ihnen ganz Lübeck. (Ulrich Krause ist wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.)

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

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