Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 20. Juni 2019

Ausgabe vom 27. März 2001

Das Unsichtbare in den Bildern

Kita-Kinder zeigen bis Mitte Juni eigene Werke im Café "Altes Kesselhaus"

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Die jungen Künstlerinnen und Künstler mit ihren Betreuerinnen Claudia Weinrich (hi.) und Renate Eggert-Both (hi., re.); Foto: T. Wewer

Kräftige Farben und Formen beherrschen die Bilder, die seit vergangenen Dienstag im Café "Altes Kesselhaus" auf dem Gelände der Medizinischen Universität zu Lübeck, Ratzeburger Allee 160, zu sehen sind. Gemalt wurden sie von Kindern der Kindertagesstätte (Kita) Kleine Klosterkoppel - während mehrerer Mal-Zeiten im Kita-eigenen Atelier.

Das Besondere an diesen Bildern ist vor allem ihre Entstehung: In dem Malatelier arbeiten maximal fünf Kinder gleichzeitig. Eine Mal-Zeit dauert eineinhalb bis zwei Stunden. Den Kindern werden keine Grenzen gesetzt: Sie können mit Fingern malen, aber auch mit Pinseln, Schwämmen, Spachteln oder Korken. Entscheidend sei nicht das Ergebnis, betonte die Erzieherin Renate Eggert-Both bei der Ausstellungseröffnung; vielmehr rege das Atelier durch große Malwände - an denen die Kinder stehend arbeiten - und Materialvielfalt das Entstehen innerer Bilder und damit den Ausdruck von Stimmungen und Gefühlen an.

In diesem Sinne seien die entstandenen Bilder "präventiv", unterstrich Hinrich Kluge vom Förderverein Sozialpsychiatrie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums, der das Café betreibt. Die Kinder könnten ihre Gefühle und Stimmungen ausdrücken und brauchten sie nicht zu unterdrücken.

Das Café "Altes Kesselhaus" ist montags bis freitags von12.30 bis 17 Uhr geöffnet; nach den Osterfeiertagen zusätzlich auch sonntags von 14.30 bis 16.30 Uhr. Die Bilder - übrigens die erste Ausstellung der Kita-Kinder - werden bis Mitte Juni gezeigt.

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