Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. April 2019

Ausgabe vom 27. März 2001

Ein Friedensprojekt

Geibel-Schule mit Sammelrekord

Am vorvergangenen Montag empfing Stadtpräsident Peter Oertling im Audienzsaal des Rathauses Lübecker Schülerinnen und Schüler, die im November für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt hatten.

Das Geld ist vor allem für die Wiederherstellung einer russisch-orthodoxen Kapelle in Sologobowka gedacht, die zwischen zwei Soldatenfriedhöfen südöstlich von St. Petersburg liegt. Auf dem einen Sammelfriedhof sind deutsche, auf dem anderen russische Soldaten begraben. In der Kapelle sollen Namensbücher der Sodaten ausliegen, und sie soll als Begegnungsstätte zwischen den beiden Völkern
dienen.

Oertling nutzte seine Rede zu einem kurzen geschichtlichen Rückblick und gab den bald wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern daher als Mahnung mit auf den Weg: "Wählt immer demokratische Parteien. Laßt Euch nicht verleiten zu Links- oder Rechtsextremismus!" Aber vor allem dankte er ihnen und ihren KontaktlehrerInnen für ihr engagiertes Sammeln.

Ernst Lissina vom Volksbund überreichte den besten SammlerInnen Urkunden und Anstecknadeln: Natalie Barbies, Sonja Kummetat, Simone Dahnke und Jasmina Banjac, die zusammen 594,04 Mark sammelten; Liona Dittrich , die auch die Ehrung für Mareike Dittrich entgegennahm, mit der sie zusammen 517,84 Mark gesammelt hatte. Beide Gruppen stammen aus den neunten Klassen der
Emanuel-Geibel-Realschule.

Das drittbeste Paar bildeten Mareike Vogel und Sarah Heitmann vom Katharineum, die zusammen 356,12 Mark sammelten.

300 SammlerInnen

Insgesamt 300 SchülerInnen von neun Lübecker Schulen beteiligten sich an der Sammlung. Die besten Ergebnisse erzielten die Emanuel-Geibel-Schule (1 700 Mark), die St. Jürgen-Realschule (1 500 Mark) und das Katharineum (1 300 Mark).

Lissina verlieh der Lehrerin Christiane Zapel, die an der Emanuel-Geibel Schule Französisch und Geschichte unterrichtet, einen Anstecker als Dank für ihr Engagement als langjährige Kontaktlehrerin zum Volksbund. Seit 1988 behandelt sie das Thema Kriegsgräberfürsorge im Unterricht und motiviert ihre SchülerInnen, sich an den Sammlungen zu beteiligen.

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