Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 05. Juni 2001

430 Meter langen Abschnitt saniert

Kaianlage des Konstinkais in gut zwölf Monaten erneuert

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Ein 430 Meter langer Abschnitt des Konstinkais ist gestern offiziell freigegeben worden.; Foto: M. Erz

Die Sanierung eines rund 400 Meter langen Abschnitts des Lübecker Konstinkais ist abgeschlossen. Gestern übergaben Vertreter der Hansestadt Lübeck, der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) und der Baufirmen den Abschnitt. Die alte Kaimauer war in den Jahren 1914 bis 1929 gebaut worden. Es war eine auf Holzpfählen gegründete Pierplatte mit einem Betonkaiholm und einer landseitigen Holzbohlenspundwand.

Wegen Ausspülungen unter der Pierplatte und Absackungen hinter der Holzbohlenwand, abrostender Verankerungsbolzen und verrottetem Holz mußte die Kaianlage dringend saniert werden. Nach einem EU-weiten Ideenwettbewerb erhielt das Ingenieurbüro Mohn GmbH, Melsdorf, den Auftrag zur Planung der Kaimauersanierung. Der Bauauftrag wurde an die ARGE Philipp Holzmann AG / Herrmann Koth vergeben. Ausschlaggebend war deren Sondervorschlag, Vertikalpfähle als Düsenstrahlinjektionspfähle einzusetzen. Dieses patentierte Verfahren von Holzmann ermöglichte eine erschütterungsfreie Einbringung der Vertikalpfähle.

Insgesamt wurden 432 Meter Kaimauer erneuert. Dafür wurden für die Wiederherstellung des Holmes genau 1333 Kubikmeter Beton eingesetzt. Von den Düsenstrahlinjektionspfählen wurden 124 Stück ins Erdreich gebohrt. Vor die alte Holzspundwand wurde eine neue Stahlspundwand aus
17 Meter langen und einen Meter breiten Teilen gerammt.

Auch an der Oberfläche hat sich viel getan: Dort war die Firma Scheel Erdbau GmbH mit Abbruch-, Erd-, Siel- und Pflasterarbeiten tätig. Auf rund 5600 Quadratmetern wurde Verbund-pflaster verlegt, einschließlich zweimal 430 Meter neuer Gleis- anlagen. Auch eine neue Kranschiene wurde verlegt. Während der rund einjährigen Bauarbeiten mußte der Hafenbetrieb aufrechterhalten werden.

Die Baumaßnahme kostet rund 8,5 Millionen Mark, die die Hansestadt trägt. Die Summe wird durch die LHG refinanziert.

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