Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. April 2019

Ausgabe vom 05. Juni 2001

Lob und Dank für "Frauen-Power"

Ersten Rahmenplan zur Frauenförderung einstimmig angenommen

Die Bürgerschaft hat den ersten "Rahmenplan zur Frauenförderung bei der Hansestadt Lübeck" einstimmig angenommen. Die Leiterin des Lübecker Frauenbüros, Gisela Heinrich, hatte den Plan zuvor kurz vorgestellt, der bislang einzelne Frauenförderpläne zu einem zusammenführt. Die bisherigen Frauenförderpläne, insgesamt sieben, werden aber weiterhin gemäß den gesetzlichen und städtischen Vorgaben und unter Beteiligung des Frauenbüros aufgestellt. Sie bilden die Grundlage für den gleichzeitig erscheinenden Rahmenplan. Dieser Plan wird zukünftig alle vier Jahre fortgeschrieben und von der Bürgerschaft beschlossen.

Auf den ersten Blick scheint die Hansestadt bei der Beschäftigung von Frauen vorbildlich zu sein: Insgesamt sind etwa 60 Prozent aller Beschäftigten Frauen. In der Kernverwaltung stellen sie etwas mehr als die Hälfte, bei der Lübeck und Trave- münde Tourismus-Zentrale etwa 66, bei den Krankenhäusern rund 75, bei den Seniorenheimen knapp 88 und bei der ZSG (Gebäudereinigung) sogar 98 Prozent der Beschäftigten.

Gisela Heinrich wies aber zugleich darauf hin, daß von den Führungskräften (Bereichsleiter und Vize) über 75 Prozent Männer seien, hingegen nur drei Prozent der Männer Erziehungs- urlaub (neu:Elternzeit) nehmen würden. Das zeige, daß die Frauenförderung noch einiges zu bewegen habe.

Viel Lob und Dank für den ersten Rahmenplan spendeten Sprecherinnen aller Parteien.

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