Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 07. August 2001

Schlutup atmet auf:Straße kommt

Streckenführung der Umgehung vorgestellt - Baubeginn 2003?

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Stark befahren: die B 104 in Schlutup; Foto: C. Kautz

Aufatmen in Schlutup: Die Trassenführung für den zweiten Bauabschnitt der Umgehungsstraße (B 104) steht im wesentlichen. Wie Gerhard Diedrichs, Leiter des Straßenbauamtes Lübeck, kürzlich bei einer öffentlichen Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins (OV)Schlutup mitteilte, werde die B 104 künftig von der Mecklenburger Landstraße östlich des vom westlichen Ortseingang am Forsthaus Lauerholz in einem ziemlich großen Bogen über das Schlutuper Industriegelände geführt und münde dann direkt gegenüber dem schon vorhandenen Teil der Umgehungsstraße an der Wesloer Landstraße in die dort bereits vorhandene Trassenfortführung der B 104 ein. Dort solle, so schrieb der Vorsitzende des SPD OVSchlutup, Harald Quirder, in einer Pressemitteilung, eine ampelgerechte Kreuzung auch das Einbiegen zwischen der Wesloer Stra-ße/Wesloer Landstraße und der künftig durchgehenden Umgehungsstraße ermöglichen.

Am problematischsten, so Quirder, sei aus Umweltsicht die Situation am Forsthaus Lauerholz. Dort sei beabsichtigt, das dortige Moorgebiet durch einen großen Brückenschlag in seiner sensiblen Substanz so weit wie möglich zu schützen. "Selbst dieser Eingriff ist aber wenig gegenüber der Waldschädigung, die mit der jetzigen Verkehrsführung über den Wesloer Weg verbunden ist", sagt der OV-Vorsitzende.

Während der momentanen Urlaubszeit ist die Situation im Bereich von Wesloer Landstraße und Kirschenallee für alle Verkehrsteilnehmer nervenaufreibend:Egal in welche Richtung man möchte, ob nun über Selmsdorf weiter in Richtung A 20 oder nach Travemünde, an dieser Stelle geht oft nichts mehr.

Erfolgreiche Lobbyarbeit

Mit dem Bau der Umgehungsstraße könne, so die SPD, schon in rund einem Jahr begonnen werden, sofern alle öffentlichen Verfahren problemlos verliefen. Diese recht optimi- stische Einschätzung teilt Straßenplaner Diedrichs hingegen nicht. Er geht eher davon aus, daß 2002 das Planfeststellungsverfahren laufen und im darauffolgenden Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden könne.

Die relativ kurzfristige Umsetzung der geplanten Umgehungsstraße sei auf den Verzicht von zwei - bislang unumstößlichen - Voraussetzungen zurückzuführen: So hätten Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) und dessen Ministerium die Forderung nach einem förmlichen Linienbestimmungsverfahren gestrichen und der bislang nur befristeten sogenannten Eisenbahnkreuzungsgenehmigung eine Fristbefreiung erteilt. Das heißt auf Deutsch: Das Bahngleis Lübeck - Schlutup darf überquert werden. Den Erfolg des Einlenkens führt der OV-Schlutup auf die "unermüdliche Lobbyarbeit des Lübecker SPD-Bundestagsabgeordneten Reinhold Hiller" zurück.

Hiller habe bei der SPD-Veranstaltung gleich zu Beginn mitgeteilt, "daß das Geld für den Bau der Umgehungsstraße vom Bund unwiderruflich bereitgestellt worden ist und verfügbar bleibt - auch wenn das Planfeststellungsverfahren und seine Unwägbarkeiten noch Zeitrisiken enthalten können," gibt Quirder in seiner Mitteilung die

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