Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 11. Dezember 2018

Ausgabe vom 14. August 2001

Kulturpreise (5)

Overbeck-Preis

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Johann Christian Overbeck

Am 5. Oktober 1988 wurde der von dem Lübecker Verleger Charles Coleman gestiftete "Overbeck-Preis für bildende Kunst" erstmals verliehen. Der Preis sollte Künstlerinnen und Künstler fördern und dem Verständnis zeitgenössischer Kunst dienen. Anlaß zu dieser Stiftung - die einen mit 10 000 Mark dotierten Haupt- und einen mit 5000 Mark ausgestatten Förderpreis vorsah - war einerseits die 200. Wiederkehr des Geburtstags des großen Lübecker Malers und Zeichners Johann Friedrich Overbeck (1789-1869) und zum anderen das 70jährige Jubiläum der Overbeck-Gesellschaft in Lübeck: also ein Beitrag im Sinne der Zielsetzung des Gründungsmanifestes des Kunst- vereins von 1918, das auf die Vermittlung von Gegenwartskunst ausgerichtet ist.

Die ersten Preisträger (die Hauptgeehrten zunächst genannt) waren Magdalene Je-telova und Thomas Hartmann (1989), Barbara Schmidt-Heins und Andreas Widoff (1992) sowie Kain Tapper und Norbert Schwontowski (1994).

Nach dem Tod von Charles Coleman zog sich die Familie aus der Preisvergabe zurück. Die Overbeck-Gesellschaft fand in der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit einen neuen Sponsor. Die Statuten wurden geändert, so daß es nur mehr eine(n) mit 10 000 Mark bedachte(n) Preisträger(in) gibt - als erster wurde Stephen Craig (1999) gekürt. Der ursprünglich angestrebte Drei-Jahres-Rhythmus ist wieder aufgenommen, so daß in diesem Herbst die Jury zusammentritt, um den Preisträger für 2002 zu finden.

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