Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 21. August 2001

Klassiker und Novitäten

Lübecks Musiktheater bringt in der neuen Saison neun Produktionen

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Von links nach rechts: Giuseppe Verdi: "Aida" zur Saison-Eröffnung, Kalevi Aho: "Wenn wir alle ertrunken wären", Wolfgang Amadeus Mozart: "Cosi fan tutte" und Dmitri Schostakowitsch: "Die Nase"; Fotos: Archiv

Die Ferien neigen sich dem Ende zu. Daher stellt die Stadtzeitung die neue Spielzeit in Musik- und Sprechtheater sowie Konzert vor. Den Auftakt macht das Große Haus mit neun Produktionen: sechs Opern, zwei Operetten und einer Revue. Generalintendant Marc Adam setzt auf eine Mischung wie in der vergangenen Saison - und er baut darauf, daß das Publikum aufgeschlossen bleibt für Neues.

Der neue Generalmusikdirektor Roman Brogli-Sacher macht den Auftakt am 14. September mit einem großen Werk: So ist zum Verdi-Jahr "Aida" ins Programm genommen worden. Seine Visitenkarte als Regisseur gibt Dieter Kaegi hier ab, der vor Jahresfrist "I Vespri Siciliani" inszenieren sollte, aber erkrankte und Mascha Pörzgen kurzfristig (und erfolgreich) einsprang.

Den Reigen der Lübecker Erst-aufführungen führt Rolf Liebermanns "Die Schule der Frauen" (28. September) an: Der namhafte Komponist und langjährige Intendant der Hamburgischen Staatsoper hat die berühmte Komödie von Molière 1957 mit großem Erfolg aus der Taufe gehoben. Es dirigiert Rüdiger Bohn, Regie führt Sabine Hartmannshenn, die mit dem Doppel "Cavalleria rusticana"/"I Pagliacci" sich bestens eingeführt hat.

Text und Inszenierung von "Money makes the world go around" stammen von Nicola Glück: Diese Geld-Revue mit dem Ensemble sowie bekannter Musik aus Oper, Operette, Musical und Pop erlebt an der Beckergrube ihre Uraufführung am 20. Oktober. Dirigent ist Ludwig Pflanz, die Choreographie stammt von Hendrik Michalski ("Mephistos Himmelfahrt"), der auch "Aida" choreographiert.

Mit Jules Massenets "Rotkäppchen" (Le Petit Chaperon Rouge) setzt Adam nach der zauberhaften "Cendrillon" am 23. November die Reihe der Entdeckungen französischer Märchenopern fort. Der GMD und Pflanz alternieren am Pult, als Regisseur stellt sich Ulrich Peters vor, die Bühne gestaltet Ausstattungschef Michael Goden.

Die erste Operette kommt zu Weihnachten: Am 21. Dezember hat Emmerich Kálmáns unverwüstliche "Gräfin Mariza" unter der Leitung von Ludwig Pflanz und in der Inszenierung der Lübeck-Debütantin Sibylle Krantz ihre Premiere.

Das zeitgenössische Werk kommt wieder aus Finnland: Kalevi Aho hat mit "Bevor wir alle ertrunken sind" (Uraufführung im Februar 2001 in Helsinki - Deutsche Erstaufführung in Lübeck am 8. Februar 2002) eine Momentaufnahme unserer Gegenwart gemacht, vermittelt auch einen Ausblick in eine bessere Zukunft. Roman Brogli-Sacher wird die Oper dirigieren.

Der GMD steht anschließend am Pult bei Mozarts "Cosi fan tutte" (Premiere am 8. März). Mit der Regie wird Franziska Severin ihre Visitenkarte abgeben, die Ausstattung entwirft - wie bereits bei "I Vespri Siciliani" und "Aida" - Stefanie Pasterkamp.

Eine köstliche Groteske ist "Die Nase" von Dmitri Schostakowitsch nach der gleichnamigen bekannten Erzählung von Nicolai Gogol. Rüdiger Bohn dirigiert die Lübecker Erstaufführung am 12. April, die Inszenierung hat mit Jakob Peters-Messer ebenfalls ein neues Gesicht im Lübecker Theater übernommen.

Zum Ausklang der Spielzeit kommt am 17. Mai mit Jacques Offenbachs "Die schöne Helena" noch einmal ein Klassiker des heiteren Musiktheaters auf die Bühne des Großen Hauses. Wieder zeichnet Ludwig Pflanz für die musikalische Leitung verantwortlich - die Namen für Inszenierung und Ausstattung verrät das Spielzeit-Heft noch nicht. Letzteres ist - wie auch das Faltprogramm für September und Oktober - an den Vorverkaufsstellen bereits erhältlich. Güz

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