Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 23. Mai 2019

Ausgabe vom 25. September 2001

Engagiert

Shimon Monin in Lübeck

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Heidemarie Kugler-Weiemann, Shimon Monin, Senator Meyenborg, Hana Monin; Foto: C. Kautz

Zum wievielten Male Shimon Monin Deutschland besucht, kann er selbst nicht mehr sagen. Der heute 78jährige, gebürtige Weißrusse, ist Vorsitzender des Vereins ehemaliger jüdischer Bürger Schleswig-Holsteins in Israel. Er lebt in Tel Aviv. Gemeinsam mit Schülern der Geschwister-Prenzki-Schule arbeitete er jüdisches Leben in Lübeck auf.

Monin selbst hat 1934, nach einem Jahr, das er als furchtbar beschreibt, mit seinen Eltern Flensburg verlassen und war nach Palästina geflohen.

Dort wurde in den 80er Jahren der Verein auf Initiative des damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel gegründet. Der hatte Adressen von ehemaligen Schleswig-Holsteinern in Israel gesucht, die Flüchtlinge zusammengeführt.

Monin wurde zum Vorsitzenden gewählt und führt den Verein noch heute. Seit Jahren organisiert er Gruppen, die ihre alte Heimat besuchen.

Ein "Gedenkbuch" hat Monin herausgegeben, das an die 1675 Juden aus Schleswig-Holstein erinnert, die beim Holocaust ermordet wurden - in Anbetracht des geringen Anteils jüdischer Bevölkerung in Schleswig-Holstein eine erschreckend hohe Zahl.

Vergangene Woche empfing Senator Ulrich Meyenborg den engagierten ehemaligen Schleswig-Holsteiner im Rathaus.

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