Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 21. März 2019

Ausgabe vom 25. September 2001

30 Jahre Pro Familia in Lübeck

Tag der offenen Tür beim Stadtteilfest Aegidienviertel

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In der Aegidienstraße 77: Pro Familia; Foto: N. Neubauer

Liebe, Sexualität, Partnerschaft, Verhütung und Schwangerschaft - seit 30 Jahren berät Pro Familia in der Hansestadt Lübeck Frauen und Männer zu diesen Themen. Ein Grund mehr, während des Stadtteilfestes "Typisch Aegidien" am vergangenen Wochenende die Türen in der Aegidienstraße zu öffnen und das Bestehen mit Bürgern zu feiern. Pro Familia stellte am Sonnabend sein Team und seine Arbeit vor. Zudem zeigte der Zauberer und Jongleur Maxi Knopp sein Können.

Die Einrichtung ist ein relativer Neuling im Viertel. Erst vor eineinhalb Jahren zog Pro Familia vom Haus der "Lübecker Mütterschule" in die Innenstadt. Zu eng war es geworden bei jährlich steigenden Beratungszahlen. Vor allem der Bedarf an Beratung rund um Schwangerschaft, Geburt oder Schwangerschaftsabbruch ist ungebrochen. "Die Zahlen für das erste Halbjahr belegen einen Anstieg", berichtet Waltraut Radenbach, Leiterin der Beratungsstelle. "Wir verweisen pro Woche zehn Frauen an andere Einrichtungen."

Die Pro Familia-Beratungsstelle besteht seit 30 Jahren in der Hansestadt. 1971 hatte der Landesverband mit Sitz in Flensburg die damals vier Jahre alte "Familienplanungsberatungsstelle" der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit in der Königstraße übernommen. "Bewußte Elternschaft" war der Grundsatz der parteipolitisch und konfessionell unabhängigen "Deutschen Gesellschaft für Ehe und Familie Pro Familia", die bereits 1952 in Kassel gegründet wurde.

Den Pionierinnen in Lübeck ging es um Empfängnisverhütung, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Dazu kam später die psychosoziale Beratung bei Sexual- und Partnerschaftsproblemen. Große Veränderung brachte 1976 die Schaffung des Paragraphen 218 StGB (Regelungen im Strafgesetzbuch zum Schwangerschaftsabbruch). Pro Familia entwickelte sich zu einer Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle.

Genau 625 Frauen und Männer hat das Team im vergangenen Jahr beraten.

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