Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ausgabe vom 13. November 2001

Stunde der Begegnung:Ernsthaftigkeit statt Feier

Stadtpräsident lädt auf Patenschiff Fregatte Lübeck ein - Veranstaltungsort umstritten

Die SPD-Fraktion wird die Stunde der Begegnung, die am 6. Dezember an Bord der Fregatte Lübeck stattfindet, nicht boykottieren. Das haben die Fraktionsvorsitzende Gabriele Hiller-Ohm und der SPD-Kreisvorsitzende Wolfgang Baasch am Freitag mitgeteilt.

"Wir bedauern die Irritationen, die um die diesjährige Stunde der Begegnung der Bürgerschaft aufgetreten sind. Die Bundeswehrsoldaten haben die Solidarität der Lübecker SPD. Es wird keinen Boykott geben und war auch zu keinem Zeitpunkt geplant. Wir halten den Ort für eine Weihnachtsfeier in der bisher üblichen Art allerdings nicht für glücklich gewählt. Ein Zusammentreffen von Bürgerschaft, Verwaltung und Marineangehörigen auf der Fregatte muß gerade in der schwierigen aktuellen Weltsituation einen anderen, der ernsten Lage angemessenen Charakter haben. Leider geht aus der Einladung nicht hervor, in welcher Form diese Ernsthaftigkeit erreicht werden soll. Einen Grund zum Feiern sehen wir angesichts der schwierigen Situation nicht".

Die Diskussion über den Veranstaltungsort hatte Juso Kai Burmeister ausgelöst, der Stadtpräsident Oertling geschrieben hatte, eine Feier auf einem Kriegsschiff sei angesichts der Weltlage absolut unpassend. Ganz anders äußern sich die Jungen Liberalen:Deren Kreisvorsitzender Mirko Schulz begrüßt, die Stunde der Begegnung auf der Fregatte auszutragen:"Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig zu zeigen, daß Politik an der Seite der Bundeswehr steht".

Hans-Jürgen Schubert (Grüne) wiederum stellte einen Antrag, daß der Hauptausschuß, der heute tagt, den Stadtpräsidenten um die Wahl eines "zivilen Ortes" bitten solle.

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