Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 13. November 2001

Lübecks Wahrzeichen:Neues Innenleben

Holstentor-Museum wird modernisiert - Schließung von Dezember bis April

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Das Holstentor ffnet im Frühjahr wieder in neuem Glanz.; Foto: C. Kautz

Schon lange bereitet sich Lübecks Museen-Verwaltung darauf vor, das Holstentor neu zu gestalten. Auch ein Gutachten für die Neukonzeption wurde eingeholt, die Finanzierung war jedoch nicht realisierbar. Jetzt aber geht es ganz schnell:Am 3. Dezember wird das Wahrzeichen der Hansestadt für knapp fünf Monate geschlossen, um am 28. April 2002 in neuem Glanz wiederzu öffnen: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Sponsoren machen es möglich. Und das kam so:

Als die Landesregierung in Schwerin für ihre große Ausstellung "Größe und Macht - Wege zur Backsteingotik" - sie wird im nächsten Jahr in den Städten Stralsund, Rostock, Wismar und Schwerin mit unterschiedlichen Schwerpunkten gezeigt - Mittel bei der Stiftung beantragte, befand deren Geschäftsführer Dr. Robert Knüppel, daß diese repräsentative Schau nicht ohne Lübeck ablaufen könne. Also wurde die Königin der Hanse, die ja ein Ausgangspunkt der Backsteingotik ist, ins Konzept eingebunden. Welcher Gedanke lag da näher, als der des Holstentor-Museums ...

Die Stiftung stellte nun auch Mittel für Lübeck zur Verfügung, weitere Sponsoren fanden sich bereits - und ganz kurzfristig kann nun das Innere des Holstentors saniert und modernisiert werden.

Das hat die Museumsleitung, die mit dem St. Annen-Neubau für Kunst des 20. Jahrhunderts vollauf beschäftigt ist, natürlich in eine Streßsituation gebracht, erklärte Dr. Brigitte Heise. Derlei Herausforderungen auf kulturellem Gebiet sind selten - aber das Glück der Neugestaltung wird am Schopf gepackt. Die zur Verfügung stehenden Gelder reichen allerdings nur zur Neukonzeption von sechs der acht Räume und Galerien. Also werden jene vorgezogen, die sich dem Lübeck-Aspekt der "Größe der Macht"-Ausstellung stellen. Dieser ist benannt "Drehscheibe des nordeuropäischen Handels" und wird in die ständige Ausstellung des Holstentor-Museums übergehen.

Das renommierte Hamburger Designer-Team "hand-werk" gestaltet die Räume nun, wobei auch der Eingang vom Nord- auf den Südturm gelegt wird. Die einzelnen Räume stehen dann unter den Aspekten "Drehscheibe des Handels", "Lübecks Markt als Zentrum von Handel und Verwaltung", "Die Rolle der Schiffahrt", "Das Holstentor - Bewaffnung und Geschichte", "Das lübsche Recht" und "Repräsentation des Lübecker Fernhandelskaufmanns".

Im Frühjahr kann dann Lübeck endlich das Innere des Holstentors entstaubt und in neuem Glanz entsprechend präsentieren. Güz

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