Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 17. Juni 2019

Ausgabe vom 20. November 2001

Knoten aus der Seele zeichnen

Armin Mueller-Stahl stellt im Buddenbrookhaus und im Burgkloster aus

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Frank-Thomas Gaulin mit Armin Mueller-Stahl in der Ausstellung im Buddenbrookhaus. ; Foto: C. Kautz

Er habe nicht viel dazu getan, sagt er. Die Ausstellungen im Kulturforum Burgkloster und Buddenbrookhaus seien Leistungen von Dr. Ingaburgh Klatt (Burgkloster), Dr. Hans Wißkirchen (Buddenbrookhaus)und von Frank-Thomas Gaulin, der den Katalog zur Ausstellung sponserte. "Ich habe nur die Bilder zur Verfügung gestellt", so Armin Mueller-Stahl. Bei aller Bescheidenheit fügte der international bekannte Schauspieler hinzu: "Mittlerweile glaube ich ja, daß ich ganz talentiert auf diesem Gebiet bin."

Bis zum 20. Januar ist die Doppelausstellung des Multitalents zu sehen. Im Kulturforum Burgkloster werden 84 Arbeiten gezeigt, bei denen es sich vorwiegend um eine stark farbige, expressive Malerei handelt. Die 41 Exponate im Buddenbrookhaus sind vor allem Federzeichnungen. Sie umfassen zum einen skizzenhafte Zeichnungen zahlreicher Persönlichkeiten und Intellektueller des 20. Jahrhunderts, darunter Lion Feuchtwanger, Friedrich Dürrenmatt und Albert Einstein oder auch Steven Spielberg. Zum anderen zeigen sie Familienmitglieder der Familie Mann, die Mueller-Stahl bei den Dreharbeiten zu dem Dreiteiler "Die Manns" im Sommer 2000 malte (die ARDstrahlt die Filme im Dezember aus). "Ich zeichne den Knoten aus der Seele, um frei zu werden", sagte Mueller-Stahl, der, wenn nichts anderes greifbar ist, auch Briefumschläge oder Anweisungen aus dem Drehbuch bemalt.

Die Eintrittskarte zum Preis von zehn Mark gilt in beiden Häusern. Das Kunsthaus Lübeck zeigt übrigens zur Zeit 15 Lithographien des Schauspielers.

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