Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 17. Juni 2019

Ausgabe vom 20. November 2001

Berufliche und soziale Integration

Modellprojekt "FSTJ" - Zwischenbilanz nach eineinhalb Jahren

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Spaß gehört dazu: Das Projektteam in St. Lorenz ; Foto: C. Kautz

Im Mai 2000 hatte das Modellprojekt "Freiwilliges Soziales Trainingsjahr"(FSTJ) im Stadtteil St.Lorenz Süd seine Arbeit aufgenommen. Das FSTJ unterstützt Jugendliche bei ihrer beruflichen und sozialen Integration. Jetzt, nach eineinhalb Jahren, zog Bereichsleiterin Christiane Möller eine erste Zwischenbilanz. Zusammen mit dem BALI-Jugendaufbauwerk entwickelten die Teilnehmer ein Assessmentcenter, in dem Jugendliche anhand von Aufgaben aus unterschiedlichen Berufsfeldern ihre Schwächen, besonders aber auch ihre Stärken herausfinden können - eine wichtige Grundlage für deren weitere berufliche Planung. Mit Sprach- oder PC-Kursen, der Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluß oder Maschinenführerscheinen bietet das FSTJden Jugendlichen zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten. Persönliche Probleme zu beseitigen oder bereits im Ansatz zu verhindern, ist weiterer Schwerpunkt des FSTJ. Kommunikationstraining oder das erstmals in Schleswig-Holstein durchgeführte Projekt "Baby-Bedenkzeit" helfen dabei.

Bundesweit finden rund 70 Prozent der Teilnehmer/innen nach dem FSTJ einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz, 20 Prozent haben auch danach keine Perspektive. Lübeck schneidet im Vergleich erfolgreicher ab: Hier liegt der Anteil der Jugendlichen ohne Aussichten nur noch bei zehn Prozent.

Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt wird durch das Deutsche Jugendinstitut (DJI) wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Finanziert wird das Projekt durch die Bundesanstalt für Arbeit, das Bundesministerium für Soziales, FamilieundJugend,den Europäi- schen Sozialfond und die Hansestadt Lübeck.

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