Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ausgabe vom 20. November 2001

Betreute Grundschulen müssen in Lübeck<br>finanziell abgesichert und erhalten bleiben

SPD

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V.i.S.d.P.: Gabriele Hiller-Ohm

Die Betreuten Grundschulen haben sich in Lübeck neben dem Hort zum festen, verläßlichen Bestandteil im Betreuungsangebot für Grundschulkinder etabliert. Eltern, Stadt, Land und das Arbeitsamt haben sich zusammengeschlossen, um im landesweit beachteten "Lübecker Modell" die Betreuung von Grundschulkindern in den unterrichtsfreien Zeiten an 25 Schulen verläßlich und qualifiziert sicherzustellen.

In einem Kooperationsvertrag, der 1998 zwischen der Hansestadt Lübeck und der Interessengemeinschaft Betreute Grundschulen Lübeck e.V. bis zum 31. 12. 2003 geschlossen wurde, ist die Finanzierung der Betreuten Grundschulen geregelt. Der städtische Förderanteil ist bis Ende 2001 im Haushalt abgesichert. Um der Interessengemeinschaft Planungssicherheit zu geben, muß die Bürgerschaft noch in diesem Jahr über das zukünftige finanzielle Engagement der Stadt entscheiden. Die SPD-Fraktion hat sich einstimmig für die Fortführung und finanzielle Absicherung der Betreuten Grundschulen ausgesprochen. Sie wird bei der Bürgerschaftssitzung einen entsprechenden Antrag einbringen. Insgesamt muß die Stadt rund 1,8 Mio. Mark für die Jahre 2002 und 2003 aufbringen. Das ist angesichts der schwierigen Haushaltssituation ein enormer Kraftakt. Für die SPD hat die Sicherung dieses Betreuungsangebotes einen so hohen politischen Stellenwert, der eine Neubetrachtung des in der Bürgerschaft beschlossenen Haushalts-Konsolidierungsprogrammes erfordert. Gemeinsam mit den anderen Bürgerschafts-Fraktionen, die ihre Bereitschaft zur Absicherung des "Lübecker Modells" signalisiert haben,finden wir eine Lösung.

Rund 800 Kinder werden in den Betreuten Grundschulen in Lübeck fast flächendeckend pädagogisch betreut. Nicht nur die Einrichtungen selbst haben neue, qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, rund 500 Arbeitsplätze betroffener Eltern hängen direkt von diesem Betreuungsangebot ab. Berücksichtigt man zudem, daß es sich bei ca. 33 Prozent der Eltern um Alleinerziehende Eltern - überwiegend Frauen - handelt, so wird die beschäftigungspolitische Notwendigkeit dieser Einrichtungen gerade für Frauen deutlich.

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