Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 08. Januar 2002

Ende eines Demokratieprojekts

Stadtzeitung erscheint von heute an in veränderter Form und Verantwortung

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Es war einmal: Von Nr. 1 bis Nr. 207 erschien die Lübecker Stadtzeitung im redaktionellen Teil stets in der Verantwortung der dreiköpfigen Redaktion.; Screenshots: M. Langentepe

31. Oktober 1996, 21. Mai 1997, 18. November 1997, 28.März 2000, 29.November 2001, 18. Dezember 2001 - es gibt viele erinnerungs- und denkwürdige Daten in der rund 20jährigen Geschichte des Lübecker Amtsblattes. Der 18. Dezember ist dabei ein ganz besonderes Datum. Nicht, weil dieser Dienstag erst drei Wochen zurückliegt. Es war der Tag, an dem die Bürgerschaft beschlossen hat, die Lübecker Stadtzeitung in ihren Grundparametern zu verändern.

Festgelegt wurde, daß die Redaktion der SZzukünftig nur noch mit einer Redakteursstelle besetzt sein soll. Dieser oder diese städtische Mitarbeiter/in soll wöchentlich lediglich die ersten drei Seiten der Zeitung verantworten. Für alle weiteren redaktionellen Seiten trägt nicht mehr die SZdie Verantwortung, sondern der Linus Wittich Verlag. Gemeinsam mit diesem Verlag war die SZ seit dem 18. November 1997 erstellt worden. Bis zum 18. Dezember 2001 galt allerdings die Regelung, daß das Redaktionsteam, bestehend aus einem Redaktionsleiter sowie zwei Kollegen, sämtliche redaktionellen Seiten erstellte, im Ganzseitenumbruch gestaltete und die druckfertigen Seiten dann dem Verlag übermittelte. Die Verantwortung für diese Seiten lag dabei stets bei der Redaktion. Für Verlagssonderveröffentlichungen, PR-Texte und natürlich den gesamten Bereich der gewerblichen Anzeigen war der Verlag zuständig. Letzteres bleibt auch zukünftig so.

Neu ist, daß nunmehr auch die redaktionellen Seiten, die sich an die ersten drei Seiten der bislang durchschnittlich acht bis zehn Seiten starken Ausgaben der SZ anschließen werden, vom Verlag verantwortet werden.

Nur Grüne dagegen

Gegen die drastische Veränderung der SZ haben übrigens nur die Grünen und das fraktionslose Bürgerschaftsmitglied Antje Jansen gestimmt. Für die Veränderung reichten die Stimmen der SPDbei dieser nicht-öffentlichen Sitzung der Bürgerschaft am 18. Dezember. Die CDUenthielt sich, taktisch klug, der Stimme. Noch einige Wochen zuvor hatten die Christdemokraten gemeinsam mit den Grünen die Vorlage des Bürgermeisters abgelehnt, die damals bereits vorsah, den Umfang der Seiten zu reduzieren und die Anzahl der Redaktionsmitglieder auf zwei zu verringern.

Die eindeutige, aber offenbar ungewollte Konsequenz damals:Da die beabsichtigte

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