Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 14. November 2018

Ausgabe vom 15. Januar 2002

Ausschuß: Teil des Bades öffnen

Sonderausschuß will neues Bad auf dem Gelände des Aqua Top

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Standort des neuen Bades samt Freizeiteinrichtungen soll das Aqua Top sein. Foto: SZ-Archiv

Die Weichen für ein neues Bad in Travemünde sind gestellt: Am vergangenen Donnerstag stimmten die sieben Mitglieder des Sonderausschusses Aqua Top einstimmig dafür, die Fläche des Aqua Top europaweit auszuschreiben. Vorgesehen ist ein Neubau, der ein öffentliches Bad mit einer Wasserfläche von mindestens 500 Quadratmetern, Freizeiteinrichtungen, Einzelhandel und ein Hotel beziehungsweise Ferienappartements umfassen soll. Das Gremium sprach sich zudem dafür aus, daß das Aqua Top, das derzeit wegen baulicher Mängel geschlossen ist, übergangsweise zum Teil wieder geöffnet werden soll.

Die Entscheidung und Abstimmung des Ausschreibungstextes ging in einer knappen Stunde ohne lange Diskussionen über die Bühne. Der Standort Nordermole etwa, der im vergangenen Sommer noch Thema war, stand nicht mehr zur Debatte. Die Ausschußmitglieder entschieden, daß die Hansestadt Lübeck von "Investitions- und Folgekosten dauerhaft freizuhalten" ist und daß der Investor über die Hotelklasse bestimmen dürfe. Offen ist noch, ob die Fläche verkauft oder als Erbpacht vergeben wird.

Bausenator Dr. Volker Zahn erläuterte die Vorgehensweise. "Ich empfehle das Verfahren mit einem Investor zu machen", sagte er. Der dürfe wegen der herausragenden Lage - Sicht auf die Lübecker Bucht, Travemündung, Passat - allerdings nicht mit "seinem Hausarchitekten" ankommen. Ein Architekten-Wettbewerb, bei dem die Politik über die Entwürfe befindet, solle vielmehr die Entscheidung für einen Bau bringen.

Mit der Entscheidung des Sonderausschusses ist das endgültige Aus des Aqua Top ein Stück näher gerückt. "Das Aqua Top ist völlig überdimensioniert. Kein richtiges Spaßbad, kein Sportbad - ein Mischmasch", sagt Peter Lemke, Geschäftsführer der Lübecker Schwimmbäder GmbH. Die städtische Beteiligungsgesellschaft betreibt neben dem Aqua Top das Zentralbad in der Schmiedestraße, die Sportschwimmhalle St. Lorenz, die Schwimmhalle Kücknitz sowie die Freibäder in Moisling, Schlutup, Marli und Eichholz.

"Je nach Jahr fallen sechs bis sieben Millionen Mark Kosten für die Stadt an, gut drei Millionen davon gehen aufs Konto des Aqua Top", sagt Lemke. "Die 6000 Quadratmeter Wasserfläche verschlingt enorme Heizkosten." Aus finanzieller Sicht also ist er erleichtert.

Doch das Aus des Aqua Tops hat eine Kehrseite. Die rund 30 Mitarbeiter, einige von ihnen sind in Teilzeit beschäftigt, müssen um ihren Arbeitsplatz im Travemünder Schwimmbad fürchten.

"Wir wollen niemanden entlassen und versuchen die Mitarbeiter in den anderen Bädern unterzubringen", versichert Lemke. Laufende Zeitverträge würden aber nicht verlängert. Betroffen sind davon nach seiner Aussage sieben Beschäftigte. "Wir wollen Altersteilzeit und Vorruhestand bestimmten Mitarbeitern schmackhaft machen." Einen positiven Effekt hat die derzeitige Entwicklung jedoch: Es ist geplant, die

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