Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 14. November 2018

Ausgabe vom 15. Januar 2002

Editorial

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Ein monatelanges Hin und Her und dann ist sie plötzlich vom Tisch. Die K-Frage. Bei Semmel und Weißwurst hat also Angela Merkel in der vergangenen Woche ihrem Konkurrenten den Verzicht auf die Kanzlerkandidatur erklärt. Edmund Stoiber hat das Rennen in der K-Frage gemacht und sogleich versucht der Bayer mit seinen Attacken in Richtung Bundesregierung zu zeigen, wer die Lederhosen anhat. Ein heißer Wahlkampf steht der Bundesrepublik zweifelsohne bevor.

Heiß hergehen wird es in den kommenden Wochen auch in der Hansestadt, wenn es ums Geld geht. Im Februar verabschieden die Mitglieder der Bürgerschaft den Doppelhaushalt 2002/2003 und besiegeln damit, in welchen Bereichen weiter gespart wird.

Gebetsmühlenartig weist Bürgermeister Bernd Saxe immer wieder auf die finanzielle Verantwortung der Politik gegenüber nachfolgenden Generationen hin. An jeder Ecke ist die Rede vom Sparen. Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit des Sparens stellt sich die Frage, wo die Bürgerschaftsmitglieder den Rotstift denn nun ansetzen? Muß die Völkerkundesammlung dran glauben, das Kommunale Kino, die Stadtteilbibliotheken? Werden Eltern künftig tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn sie ihre Kinder in Kindergärten unterbringen? Scheitert eine Teilöffnung des Aqua Top am Geld?

Fragen über Fragen. Die Entscheidungen der Bürgerschaft werden nicht allen schmecken. Manchem bleibt womöglich der Bissen im Halse stecken. Kopf hoch, meintIhre SZ-Redaktion

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