Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 22. Januar 2002

Informatik statt Latein?

Symposium im Rathaus - Rolle der Naturwissenschaften in Schulen

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Ungewohntes Bild: Nicht immer sind es die Mitglieder der Bürgerschaft, die den Bürgerschaftssaal in Beschlag nehmen, manchmal sind es auch Schüler. Fotos: N. Neubauer

Schüler, die von Vererbungslehre und Photosynthese keinen Schimmer haben, gelerntes Wissen zwar abrufen, aber nicht auf andere Zusammenhänge übertragen können - ein Graus für Arbeitgeber, Uni-Professoren.

Daß dies nicht die Litanei eines Bildungspessimisten ist, sondern durchaus der Realität entspricht, hat die Pisa-Studie vor Augen geführt. Lange vor Bekanntgabe der Ergebnisse dieser Studie machte sich Professor Dietrich von Engelhardt vom Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte daran, etwas gegen die naturwissenschaftlichen Bildungslücken zu unternehmen. Zusammen mit Stadtpräsident Peter Oertling organisierte er im Rathaus das Symposium "Bildung im Wandel - eine neue Rolle der Naturwissenschaften?", das am vergangenen Montag stattfand.

Zahlreiche Schüler, Eltern, und Lehrer füllten den Saal, in dem sonst die Bürgerschaft tagt und lauschten den Vorträgen und Diskussionen. "Naturwissenschaften spielen in unserem allgemeinen Bildungsbegriff keine Rolle", sagte Professor von Engelhardt. Mit dem Symposium war er bestrebt, verschiedene Gruppen zusammenzubringen und eine Diskussion anzustoßen.

Professor Gerhard Schaefer, Beauftragter für Bildungsfragen der Gesellschaft deutscher Naturforscher und

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