Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 15. Dezember 2009

IHK gründet Fonds für den Flughafen

Bürgerbegehren wird gut angenommen und läuft noch bis zum 6. Januar

Jetzt soll die Wirtschaft mit helfen, den Fortbestand des Lübecker Flughafens zu sichern: Vergangenen Mittwoch gab die IHK zu Lübeck den Startschuss für einen Flughafen-Fonds bekannt und investierte bereits 50.000 Euro. Die IHK schrieb rund 4000 Unternehmen an, dass diese Geld für die Gewinnung neuer Fluglinien und dem Marketing für bestehende Linien bereit stellen.

Damit soll ein deutliches Zeichen für den Flughafen gesetzt werden: "Wir stellen nicht nur Forderungen auf, sondern engagieren uns aktiv, um die Zukunft des Airports zu sichern", so IHK-Präses Bernd Jorkisch. "Bis Ende Februar haben wir Zeit, in einem Bündnis von Stadt, Land, Bürgern und der Wirtschaft den für unsere Region so wichtigen Flughafen zu erhalten und weiter zu entwickeln. Diese Chance wollen und müssen wir nutzen" Er rufe alle Unternehmen in der Region auf, sich an dem Fonds zu beteiligen. Der Airport habe wegen seines großen Einzugsgebietes erhebliches Potenzial.

Mit den Mitteln des Fonds sollen vorrangig Maßnahmen für das Marketing der bestehenden Flugverbindungen und die Gewinnung neuer Destinationen unterstützt werden. Die IHK bindet die Auflage des "Förderfonds Flughafen Lübeck" an ein Konzept, das die Hansestadt Lübeck in Abstimmung mit Land und IHK bis Weihnachten vorlegen will. "Wenn es tragfähig ist, wird die Wirtschaft auch weiterhin alles tun, um eine Schließung des Airports zu verhindern", so Jorkisch. Dieser Masterplan müsse klare Perspektiven für die Verwirklichung des vorliegenden Planfeststellungsbeschlusses zum Flughafenausbau und die Errichtung einer Ryanair-Base aufzeigen, belastbare Aussagen zur Unterstützung der Weiterentwicklung des Flughafens durch das Land enthalten und realistische Optionen für den Einstieg privater Investoren aufzeigen. Informationen zum Förderfonds gibt es bei Martin Krause unter der Telefonnummer 0451/6006-163 oder per E-Mail unter krause@ihk-luebeck.de.

Zugleich bittet die IHK-Spitze die Wirtschaft in der Hansestadt Lübeck, sich am laufenden Bürgerbegehren "Ja zum Lübecker Flughafen" zu beteiligen. Auch hier gelte es, die Kräfte zu bündeln und der Bürgerschaft ein deutliches Zeichen für den entschlossenen Willen der Bürger zum Erhalt des Airports zu geben. "Wir unterstützen das Bürgerbegehren ,Ja zum Flughafen` und erhoffen uns von ihm klaren Rückenwind für eine entsprechend veränderte Entscheidung der Lübecker Bürgerschaft", so Jorkisch.

Das Bürgerbegehren ist in den ersten Tagen bereits sehr gut angelaufen. Es werden über 17.000 Unterschriften benötigt. Um aber der anschließenden Überprüfung durch die Behörden standzuhalten, sollten deutlich über 20.000 Unterschriften gesammelt werden. Die Unterschriftenliste ist im Internet unter www.ja-zum-luebecker-flughafen.de abrufbar. Die Listen werden in den Fraktionsgeschäftsstellen von CDU, BfL und FDP und beim zentralen Infostand in der Breiten Straße (Höhe Commerzbank) angenommen. Letzter Tag der Abgabe ist der 6. Januar 2010. Die Unterzeichnenden müssen wahlberechtigt und mindestens 16 Jahre alt sein.

Neue Fluglinie

Ab dem 30. März ist ein neues Flugziel im Sommerflugplan 2010: Dreimal wöchentlich startet eine Wizz Air-Maschine nach Kiew, der Hauptstadt der Ukraine. Die Einwohnerzahl von Kiew liegt bei rund 2,7 Millionen. Die Stadt ist ein Tourismusmagnet und bietet viele kulturelle Schätze.Mehr Infos zu Flügen und Buchungen unter www.wizzair.com.

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