Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 19. März 2002

Einheitliche Linie

Tagung zu Standards im Schiffsverkehr

In Lübeck-Travemünde, Helsinki oder Turku - wo Fährschiffe auch anlegen, immer finden sie andere Bedingungen und technische Voraussetzungen in den Häfen vor. Das soll anders werden, so will es zumindest die Union of the Baltic Cities (UBC). Vertreter der Umweltschutzkommission der UBC tagten am vergangenen Wochenende im Lübecker Rathaus, um einheitliche Standards zu entwickeln und so die Schadstoffemissionen von Schiffen zu reduzieren.

"In vielen Häfen läßt das Personal die Maschinen laufen, um Strom zu erzeugen. Wir treten in Lübeck für Landstromverbindungen ein, um die Abgasbelastung gering zu halten", sagte Projektleiter Ralf Giercke, Stadtwerke Lübeck. Andere Mitgliedsstädte, 30 waren am Wochenende in der Hansestadt vertreten, setzen sich verstärkt für die Abfalltrennung oder wie Helsinki zum Beispiel für die Reduzierung des Lärms ein. "Wir suchen Lösungen für ein einheitliches Level in den baltischen Staaten", sagt Giercke. Umweltschutz müsse integriert werden, auch um gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen zu schaffen. Die Stimmung unter den Tagungsteilnehmern sei positiv, alle verfolgten das Ziel gemeinsamer Standards.

"Wichtig ist doch, daß nicht jeder nur seine eigene Stadt im Blick hat, sondern die Ostsee betrachtet. Wenn wir es schaffen, die Stickoxide zu reduzieren, kommt es der ganzen Region zugute", sagte Mikko Jokinen aus Turku. Der Finne ist Vorsitzender der Kommission.

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