Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 19. März 2002

Alles im Fluß

Zum Tag des Wassers zeigen Entsorgungsbetriebe Baustelle auf Zentralklärwerk

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Alles im Fluß im Zentralklärwerk; Foto: Entsorgungsbetriebe

Am Freitag, 22. März, jährt sich der Tag des Wassers, den die Vereinten Nationen ausrufen, zum zehnten Mal. Grund genug für die Entsorgungsbetriebe, den Bürgern und Bürgerinnen einmal zu zeigen, wo ihr tägliches Duschwasser eigentlich landet: Am Sonntag, 24. März, lädt der städtische Eigenbetrieb von 10 bis 14 Uhr ein, die sich im Bau befindliche "Weitergehende Abwasserreinigung - Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe" auf dem Zentralklärwerk (ZKW)einmal anzuschauen.

Das Zentralklärwerk der Hansestadt Lübeck ist die zweitgrößte Kläranlage in Schleswig-Holstein. 1967 wurde das ZKW nach sechsjähriger Bauzeit in Betrieb genommen und von da an ständig erweitert. Zum Schutz von Trave und Ostsee sind die Entsorgungsbetriebe bemüht, die Belastung der Gewässer zu senken und dabei auch künftig eine wirtschaftliche Abwasserbeseitigung sicherzustellen. Seit 1997 wird das ZKW daher auf den neuesten Stand der Abwasserreinigungstechnik gebracht. So sind seit zwei Jahren fünf neue Nachklärbecken mit dem zugehörigen Schlammpumpwerk im Einsatz, um die Reinigungsleistung zu verbessern. Der Nährstoff Phosphor und die Sauerstoff zehrenden Stoffe werden damit dem Abwasser gezielt entzogen.

Mit der Vollendung der zweiten Ausbaustufe, die am Sonntag in ihrer Entstehung besichtigt werden kann, ist es möglich, den Stickstoffgehalt des Abwassers auf biologische Weise drastisch zu senken. In einer weiteren Ausbaustufe, die noch in diesem Jahr begonnen wird, wird das älteste Belebungsbecken des Zentralklärwerkes für die Zwischenspeicherung bei Starkregen umgebaut. Der letzte Bauabschnitt wird die Filtration sein. Hier werden nochmals in einem Kiesbett feinste Schwebstoffe aus dem gereinigten Abwasser entfernt, bevor das Abwasser dann in die Trave gelangt. Die gesamte rund 65 Millionen Euro teure Baumaßnahme wird im Jahr 2005 abgeschlossen sein.

Wer am Sonntag die Chance ergreift, sich die Baustelle anzusehen, sollte festes Schuhwerk mitbringen.

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