Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 19. März 2002

Ferien vom Krieg

Ausstellung zur Aktion

Ob die Hansestadt sich an der "Aktion Ferienpatenschaften für Flüchtlings- und Kriegskinder im ehemaligen Jugoslawien" beteiligt, ist noch unklar. Ein entsprechender Antrag der Grünen war in der Februarsitzung der Bürgerschaft nicht durchgekommen. Die Bürgerschaft überwies das Thema zunächst an den Jugendhilfeausschuß, der sich im Mai damit beschäftigen wird. Wie sich die Bürgerschaft auch entscheidet, das Thema geht an Lübeck nicht vorbei: Das Lübecker Friedensplenum lädt zu einer Informationsmatinee mit Ausstellungseröffnung zu "Ferien vom Krieg" am Sonntag,
24. März, ins Haus der Kulturen, Parade 12, ein.

Die Aktion "Ferien vom Krieg" wird seit neun Jahren vom Komitee für Grundrechte und Demokratie mit Sitz in Köln organisiert. Durch die Übernahme sogenannter Ferienpatenschaften erhalten Kinder aus dem ehemaligen Jugoslawien, also aus Jugoslawien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, aus dem Kosovo und aus Mazedonien, die Möglichkeit, zwei Wochen Ferien von Kriegsfolgen zu machen und sich zu erholen. Rund
13 000 Kinder haben seit Bestehen des Projekts das Angebot wahrgenommen. "Es geht darum, daß die Kinder im Ferienlager Abstand vom Krieg bekommen", sagt Manfred Bannow-Lindtke vom Friedensplenum Lübeck, "es geht aber auch darum, daß sie sich kennenlernen und Vorurteile abbauen." So gehören die Kinder in den Freizeitlagern unterschiedlichen Nationalitäten an.

Patenschaft für 130 Euro

Solche Ferienpatenschaften, die 130 Euro kosten, können zum einen Privatpersonen übernehmen, zum anderen aber auch Vereine und Verbände. Wer weitere Informationen möchte, wendet sich an das Lübecker Friedensplenum unter der Rufnummer 39 37 49 oder kommt ins Haus der Kulturen: Von Sonntag an, 11 Uhr, ist die Ausstellung zu dem Projekt zu sehen; Texte von Ferienkindern und Betreuern informieren über die Ferienlager und es wird der Film "14 Tage minenfrei" gezeigt. Die Schau ist bis zum 21. April zu sehen. Der Eintritt kostet zwei Euro - Geld, das den Ferienkindern zugute kommt.

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