Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 16. Juli 2019

Ausgabe vom 30. April 2002

Einsatz für Olympische Spiele

Segelwettbewerbe 2012 - Grüne fordern Umweltverträglichkeitsstudie

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Grüße aus dem Mutterland der Olympischen Spiele: Die Schüler aus Griechenland sind Gast in Lübeck.; Foto: N. Neubauer

Die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Segelwettbewerbe 2012 in Lübeck-Travemünde findet breite Unterstützung in Politik, Verwaltung und Wirtschaft. "Alle ziehen wir an einem Strang", sagte SPD-Bürgerschaftsmitglied Erwin Stallbaum bei der Sitzung der Bürgerschaft am Donnerstag. Er lobte diese Einigkeit, genauso Klaus Puschaddel, CDU-Fraktionsvorsitzender, und Bürgermeister Bernd Saxe. Während der Sitzung wünschte eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen aus Griechenland, dem Mutterland der Olympischen Spiele, der Hansestadt Lübeck viel Glück und überreichte dem Bürgermeister eine Flasche Olivenöl. Damit es mit der Bewerbung, die Saxe am 15. Mai in Frankfurt am Main beim Nationalen Olympischen Komitée (NOK) abgeben wird, läuft wie geschmiert.

Allerdings, es gibt auch kritische Stimmen. Nicht alle mögen in den Chor der Einigkeit einstimmen: Bürger und Bürgerinnen in Travemünde beäugen die Planungen für den Priwall mit Argusaugen. Die geplanten Anlagen, die, wenn Lübeck den Zuschlag bekommt, als Olympisches Dorf genutzt werden sollen, werden als überdimensioniert kritisiert. So forderten die Grünen in der Bürgerschaft eine Umweltverträglichkeitsstudie für die Vorhaben auf der Halbinsel. Carl Howe, Fraktionsvorsitzender der Grüne, betonte, er trage den olympischen Gedanken mit, frage sich aber, warum eine Sauna in die Dünen gebaut werden solle. "Dort leben gefährdete Arten." Ihm sei unklar, warum man, nachdem der Investor Anfang des Jahres abgesprungen war, noch an einer Anlage mit 2000 Betten festhalte. "Wie soll ein Parkplatz mit 450 Stellplätzen in die Natur eingebracht werden?"

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