Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 30. April 2002

Kontaktladen besteht seit zehn Jahren

"Tea & Talk" bietet Drogensüchtigen Aufenthalt, Hilfe, Beratung

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Helmut Strobl, Peter Grazek, Hans Müller und Ute Behrendt von der Arbeiterwohlfahrt; Foto: N. Neubauer

Mit rund 50 Gästen hat die Drogenhilfe der Arbeiterwohlfahrt am vergangenen Freitag das zehnjährige Bestehen von "tea & talk" gefeiert. Wolfgang Halbedel, Senator für Wirtschaft und Soziales, gehörte ebenfalls zu den Gratulanten. Tea & talk leiste einen wichtigen Beitrag in der Drogenhilfe, sagte er.

Tea & talk ist eine Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO). In seiner Anfangszeit wurde der Kontaktladen zunächst als Bundesmodellprojekt gefördert, seit Jahren nun finanzieren das Land Schleswig-Holstein und die Hansestadt Lübeck größtenteils die Angebote. Zwischen 20 und 50 Drogenabhängige kommen täglich in den Kontaktladen, der seit zwei Jahren im ehemaligen Gesundheitsamt in der Schmiedestraße untergebracht ist. Fünf Mitarbeiter - in Teilzeit - kümmern sich um die Belange der Drogenabhängigen, helfen bei Behördengängen, beraten und geben lebenspraktische Hilfestellungen. In einem Extraraum tauschen die Drogensüchtigen ihre Spritzen aus: 524 946 Spritzen sind im vergangenen Jahrzehnt im Kontaktladen sowie durch die Streetworker zusammengekommen.

"Ich bin froh, daß die Hansestadt Lübeck unsere Arbeit weiterhin unterstützt und wir von den jüngsten Einsparungen ausgenommen wurden", sagte Hans Müller, Leiter der Drogenhilfe der Arbeiterwohlfahrt.

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