Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Januar 2018

Ausgabe vom 07. April 1998

Editorial

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Über Stunden und Überstunden läßt sich über Stunden vortrefflich sinnieren. Das gilt nicht nur in Wahlkampfzeiten, und keineswegs nur für Wahlkampfhelfer. Wunden lecken ist also angesagt nach der langen Zeit des Kommunalwahlkampfes.

Das gilt ganz besonders für jene SZ-Gegner, die nun vor verriegelter Bürgerschaftstür stehen und erkennen müssen, daß sie auf die falsche Strategie gesetzt haben.

Weshalb wir noch einmal auf die Wahl zurückkommen? Nun, weil in den Reihen unserer Zunftbrüder und -schwestern ebenfalls das Wundenlecken angesagt ist. Ihre schwarz auf weiß gehämmerten Verse über das "Amtsblatt", die sie im Wahlkampf ihrem dankbaren, weil bildungshungrigen Publikum immer wieder - um nicht zu sagen: penetrant - vorgelegt haben, sind mittlerweile nicht mehr das Papier wert, auf dem sie veröffentlicht wurden.

Trotzdem wollen einige Zunftgenossen offenkundig auch künftig keine Ruhe geben, so wie ein Junkie nur ganz schwer von der Nadel wegkommt.

Ehrlich gesagt: Es schmeichelt uns, daß wir weiterhin soviel öffentliches Interesse wecken, denn "der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung", hat der Aphoristiker und Politologe Lothar Schmidt schon früh erkannt.

So lassen wir diese kleinen Terrier weiter bellen, denn diese Hunde beißen bekanntlich nicht, weiß

Ihre SZ-Redaktion

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