Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 20. Juni 2019

Ausgabe vom 30. Juli 2002

Fonds für Ehrenamt im Sport

Hansestadt unterstützt Lehrgänge, um freiwilliges Engagement zu fördern

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Hier trainiert der MTV im Schwimmbad Ziegelstraße.; Foto: SZ-Archiv

Weil junge Menschen heute weniger bereit sind, sich in Sportvereinen ehrenamtlich zu engagieren, ist jetzt ein Förderfonds geschaffen worden, mit dem das Ehrenamt im Sport gestärkt werden soll. Die Hansestadt hat bereits 15 338,76 Euro eingebracht - Geld, das die Bürgerschaft im vergangenen Jahr zum Internationalen Jahr der Freiwilligen für den Sport locker machte und mit dem ursprünglich ein Fest für die 9000 ehrenamtlich tätigen Menschen, die in Vereinen und Verbänden des Turn- und Sportbundes der Hansestadt Lübeck (TSB) arbeiten, finanziert werden sollte. Doch die Vereine verzichteten auf das Fest zugunsten einer langfristigen Förderung des Ehrenamtes.

Idee ist, daß innerhalb der nächsten fünf Jahre mit Hilfe von Sponsoren mindestens 50 000 Euro im Fonds zusammenkommen. Mit den Zinsen, die die Summe abwirft, sollen dann Aus- und Fortbildungen junger Menschen bis 27 Jahre bezuschußt werden. Innerhalb dieses Zeitraums wird das Geld nicht angetastet, dennoch aber ein Zuschuß gezahlt: Die Possehl-Stiftung erklärte sich bereit, von 2002 an fünf Jahre lang 2000 Euro zu zahlen.

"Wir wollen Jugendliche frühzeitig sensibilisieren und für das Ehrenamt gewinnen, denn ohne Ehrenamt funktioniert nichts", sagte Hans-Jürgen Sterly vom TSB, als er das Vorhaben mit den Beteiligten in der vergangenen Woche vorstellte. Senator Ulrich Meyenborg (SPD) sagte, es handele sich um eine "kleine Unterstützung" der ehrenamtlichen Arbeit im Sport. Kinder strömten in die Vereine, so der Senator, "wenn sie 15, 16, 17 Jahre alt sind, wollen sie die Bindung nicht mehr, sie wollen keine dauerhafte Verpflichtung eingehen - hier setzt der Fonds an". Daß der Fonds auf mindestens 50 000 Euro anschwillt, daran haben die Beteiligten keinen Zweifel. Unternehmen und Stiftungen spendeten bereits rund 20 000 Euro, zudem sollen die Erlöse aus der Hanseaten-Parade in den Fonds fließen. Klaus-Dieter Schulz, noch wenige Tage Leiter des Bereichs Schule und Sport, verzichtete bei seinem Abschiedsfest zugunsten einer Spende auf Geschenke: 825 Euro kamen zusammen.

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