Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Oktober 2018

Ausgabe vom 07. April 1998

Maulkorb nur für gefährliche Hunde

Zu: "Leinenzwang: Kontrolle verschärfen". SZ vom 24. März (unter:Fragen an den Ombudsmann)

Der genannte Artikel des Ombudsmannes hat mich entsetzt. Zunächst sei gesagt, daß auch ich als Hundehalter nicht gerne von Kothaufen zu Kot- haufen stolpere. Darum bin ich ebenfalls dafür, daß unangemessenes Verhalten gerügt beziehungsweise durch Ordnungsgelder geahndet wird.

Nun aber zu dem Artikel von Herrn Burmester, der folgendes schreibt: "Es gibt eine Landesverordnung über das Halten und Beaufsichtigen von Hunden. Mit ihr ist geregelt worden, daß Leinen- und Maulkorbzwang für Hunde bestehen. Da dieses offensichtlich nicht ausreicht ... wird sich die Stadt gezwungen sehen, ... ergänzende Vorschriften zu erlassen ..."

Hat Herr Burmester diese Landesverordnung jemals gelesen? Darin heißt es in Paragraph eins: "Sie (die Hunde) dürfen in freiem Gelände höchstens 50 Meter, in geschlossenen Ortschaften höchstens 20 Meter von der Aufsichtsperson frei laufengelassen werden."

In Paragraph zwei, "Leinen- und Maulkorbzwang", heißt es: "Hunde sind an der Leine zu führen 1. bei Umzügen, 2. in Gaststättenbetrieben, 3. in Park-, Garten- und Grünanlagen, 4. in Sportanlagen und auf Zelt- und Campingplätzen, 5. auf Friedhöfen, 6. auf Märkten und Messen und 7. in Naturschutzgebieten".

Und in Paragraph vier, "Gefährliche Hunde", wird ausgeführt, welche Hunde dieser Kategorie zuzurechnen sind. Nur diese müssen in Bereichen, in denen sie Mitbürgern gefährlich werden können, einen Maulkorb tragen. Ich biete Herrn Burmester an, bei mir Einsicht in die genannte Verordnung zu nehmen.

Jürgen Brather, Lübeck

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