Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 17. Juni 2019

Ausgabe vom 01. Oktober 2002

Vor zehn Jahren starb Willy Brandt

Hansestadt richtet Festakt zum Gedenken ihres Ehrenbürgers im Theater aus

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In der Königstraße 21 soll ein Willy-Brandt-Haus entstehen.

Die Hansestadt Lübeck gedenkt einem ihrer berühmtesten Söhne: Mit einem Festakt am Montag, 7. Oktober, erinnert sie an den Todestag des Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt, der sich am 8. Oktober zum zehnten Mal jährt. Zahlreiche Gäste, unter ihnen Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, Ministerpräsidentin Heide Simonis und Günter Grass, werden erwartet.

Abgesehen von dem Festakt hat die Bürgerschaft in ihrer vergangenen Sitzung die Weichen gestellt für ein Willy-Brandt-Haus. Mit 25 Ja-Stimmen beschlossen die Vertreter und Vertreterinnen, daß die Hansestadt Lübeck der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung zur Einrichtung eines Willy-Brandt-Hauses das Gebäude in der Königstraße 21 zur unentgeltlichen Nutzung zur Verfügung stellt. Geplant ist dort - neben einer Ausstellung zu Leben und Werk des Lübecker Ehrenbürgers - regelmäßige Tagungen zu Themen der Nord-Süd-Problematik durchzuführen. Zudem soll der Bereich Denkmalpflege einziehen.

Das palaisartige Giebelhaus stammt aus den Jahren 1777-1779. Es diente als Amtssitz des Oberappellationsgerichts der Reichsfreien Städte (1824-1879), bis 1936 war das Staatsarchiv untergebracht, später die öffentliche Bücherei, eine Schule und zuletzt das Büro der Nordischen Filmtage.

Das Gebäude zu sanieren, kann sich die Hansestadt Lübeck nicht leisten. Jedoch konnte das Koordinierungsbüro Wirtschaft Lübeck (KWL) auch keinen Käufer für das unter Denkmalschutz stehende Haus finden.

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