Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 25. Juni 2019

Ausgabe vom 12. November 2002

Bewohner sind zufrieden

Befragung - Menschen in der Wohnanlage Hudekamp fühlen sich wohl

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Die Ergebnisse der Befragung halten Ann Christin Schenck und Florian Ehlers auf Tafeln fest.; Fotos: N. Neubauer

Zwar ist die Auswertung noch nicht vollständig abgeschlossen, aber eines ist klar: Im großen und ganzen fühlen sich die Bewohner und Bewohnerinnen der Hochhausanlage Hudekamp im Stadtteil Buntekuh wohl. Die Pförtnerei könne zwar öfter besetzt sein und der eine der beiden Wohnungseigentümer lasse zu wünschen übrig, wenn es darum geht, Reparaturen schnell vorzunehmen, doch insgesamt sei Hudekamp sicherer und sauberer geworden. Das aber wohl wichtigste Ergebnis der jüngsten Befragung nannte Irene Böhme, Leiterin des Bereichs Jugendhilfe: "Das Spannende sind die differenzierten Rückmeldungen."

Am vergangenen Freitag stellte Böhme zusammen mit Margret Wulf-Wichmann vom Sozialplanungsbüro KomPlan und Ulrich Ketelholdt vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt die Befragung der Presse vor. Vor ein paar Jahren noch sei man bei den rund 1300 Bewohnern auf taube Ohren gestoßen, wenn es um Wünsche und Probleme im Hudekamp ging. Das Desinteresse ist gewichen: "Jetzt haben sie konkrete Vorschläge gemacht", sagte Böhme. Die Menschen setzen sich mit ihrer Wohnsituation auseinander. "Sie identifizieren sich mit ihrer Wohnanlage und wollen, daß sich etwas verändert."

Hintergrund der Befragung ist ein vierjähriges Modernisierungsprojekt, das Ende des vergangenen Jahres endete. Innerhalb dieses Zeitraums waren rund zehn Millionen Mark von Wohnungswirtschaft, Hansestadt Lübeck, vom Bund (Programm Soziale Stadt) und vom Land sowie von der Possehl-Stiftung investiert worden, um die Hochhausanlage, die als sozialer Brennpunkt galt, wohnlicher zu gestalten und baulich zu verbessern. Nachbarschaftsbüros, eine Teestube, ein Jugendtreff sind beispielsweise entstanden und Angebote wie das Schülerfrühstück initiiert worden. Ziel und Zweck der Befragung war nun, zu ermitteln, ob die Investitionen sich aus Sicht der Bewohner gelohnt haben.

Sieben Tage

In nur sieben Tagen führten sie 19 Architekturstudenten der Fachhochschule unter Leitung von Ulrich Ketelholdt und Margret Wulf-Wichmann durch. Zwei Tage lang bereiteten sich die Studenten vor, an drei Tagen unterhielten sie sich mit 45 Bewohnern und Bewohnerinnen des Hudekamp und die restlichen zwei Tage werteten sie die Ergebnisse aus, auch, um sie den Befragten auf Schautafeln zu präsentieren.

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