Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 17. August 2018

Ausgabe vom 25. März 2003

Mehr Geld für arme Senioren

Grundsicherung: Senioren müssen nicht fürchten, daß Kinder für sie zahlen

Senioren und Seniorinnen, die mit ihrer Rente kaum über die Runden kommen, haben zwar oftmals Anspruch auf Sozialhilfe, mögen sie aber nicht in Anspruch nehmen. "Sie fürchten, daß ihre Kinder zum Unterhalt herangezogen werden", sagt Günter Kämer, Leiter des Bereichs Wohnen und zuständig für die Grundsicherung. Zudem: "Sie schämen sich zum Sozialamt zu gehen. Für sie ist das ein Stigma."

Um die Altersarmut zu bekämpfen, hat die Bundesregierung Anfang des Jahres die Grundsicherung eingeführt. Vorteil ist, daß Kinder in der Regel nicht für die staatliche Leistung herangezogen werden: Erst wenn ihre Einkünfte mehr als 100 000 Euro überschreiten, werden sie zur Kasse gebeten.

Die Grundsicherung können generell Bürger und Bürgerinnen beziehen, die älter als 65 Jahre sind, oder die nach vollendetem 18. Lebensjahr dauerhaft weniger als drei Stunden arbeiten können. Die Hilfe, die aus Steuermitteln finanziert wird, ist bedarfsorientiert, das heißt, die Höhe richtet sich nach dem individuellen Bedarf. "Man kann im Monat zwischen 400 und 450 Euro plus Miete rechnen, wobei die Miete natürlich im Rahmen bleiben muß", sagt Thorsten Wunsch, zuständiger Sachbearbeiter im Verwaltungszentrum. Wer bisher Sozialhilfe bezogen hat, nun aber berechtigt ist, Grundsicherung zu beziehen, hat nach Angaben des Sachbearbeiters rund 15 bis45 Euro monatlich mehr in der Geldbörse.

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