Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 26. April 2019

Ausgabe vom 21. April 1998

Symbiose von Natur und Technik

Im Stadtwald hat die Neuzeit mit Intranet und Internet längst begonnen

In den Förstereien der Hansestadt Lübeck wird die brandneue Technik des LÜBECK-Netzes sehnlichst erwartet. "Nach dem Übergang von der Briefpost zum Faxgerät ist der Schritt zur elektronischen Kommunikation eine wichtige Entwicklung, die uns Zeit und Nerven spart", sagt Rüdiger Jankó, 41. Jankó ist Büroleiter des Bereichs Stadtwald und arbeitet und lebt am Kannenbruch im Stadtteil Kronsforde, im Süden Lübecks - 13 Kilometer vom Lübecker Rathaus entfernt. Was man von einem Forst-oberamtsrat nicht erwarten würde: Jankó ist "Computerfreak" und schon seit 1975 (!) mit forstlicher und privater Datenverarbeitung befaßt. Daß der gebürtige Niedersachse bei der Arbeitsgruppe "Internet/Intranet" gebraucht würde, war deshalb klar.

Gefragte Spezialkenntnisse

Seine in langen Jahren erworbenen EDV-Fähigkeiten, seine Spezialkenntnisse in Vernetzungsfragen und der Internettechnologie halfen nicht nur der Hansestadt Lübeck bei ihrem Projekt, das LÜBECK-Netz mit Hilfe der Intranettechnik voranzutreiben, sondern ist auch der entscheidende Faktor bei der beispielhaften Technologisierung der Lübecker Forstverwaltung.

"Unsere fünf Förstereien liegen sehr weit auseinander - von Waldthusen bis Ritzerau sind es rund 50 Kilometer. Durch die moderne Kommunikation ersparen wir uns viele Fahrwege und schonen auch entscheidend die Umwelt", sagt Jankó und nennt zwei Beispiele. "Die Lohndaten müssen nicht mehr zu Papier gebracht und per Autofahrt zum Gehalts- und Lohnbüro in der Moislinger Allee gebracht werden. Jetzt genügt eine einfache elektronische Botschaft."

Zweites Beispiel: Beim Holzverkauf spielt das zeitraubende "Aufmaß" die entscheidende Rolle. Wenn Revierförster Eckhard Kropla im Belendorfer Wald die gefällten Eichen vermißt, gibt er die Daten gleich in sein mobiles Erfassungsgerät (Marke Politess) ein.

Holzverkauf per Internet

Zurück im Forsthaus überspielt er die Daten per LÜBECK-Netz zur Verwaltungszentrale nach Kronsforde. Dort können die Leute von Bereichsleiter
Dr. Lutz Fähser unmittelbar und ohne Rückfragen die "aufgemessenen" Bäume zum Verkauf anbieten - künftig auch auf eigenen Listen im Internet. "Dies planen wir auch bei unseren Wertholzversteigerungen", sagt Jankó. "Damit finden auch die Kunden aus Süddeutschland eine Gelegenheit, unser ökologisch-zertifiziertes Holz zu kaufen."

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