Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 13. Mai 2003

Freiwillige Leistungen - wichtig für lebenswertes Gemeinwesen

V.i.S.d.P: Peter Reinhardt

SPD

2760810.jpg
Autor: Lienhard Böhning

Die neue Mehrheitsfraktion will bei der Sanierung und Konsolidierung des Lübecker Haushaltes offenbar andere Schwerpunkte setzen. Der Bürger- meister wurde in der letzten Bürgerschaftssitzung aufgefordert, bei der Aufstellung des Nachtragshaushaltes alle freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand zu stellen und weitere Aufgaben an Dritte zu übertragen.

Diesen Ansatz sieht die SPD-Bürgerschaftsfraktion äußerst skeptisch, weil die verdienstvolle Arbeit vieler Vereine und Verbände-ohne finanzielle Hilfestellung durch die Stadt akut gefährdet ist. Ohne deren großes Engagement wäre unsere Stadt ärmer und weniger lebenswert. Will die Lübecker CDU etwa die Zuwendungen für die Lübecker Mutterschule streichen? Oder soll es der Betreuung körperbehinderter Kinder "an den Kragen gehen"?

Hält sie Zuschüsse für Bahnhofsmission oder die Gemeindediakonie für entbehrlich? Will sie den Sachmittelansatz für das Projekt Kriminalprävention kürzen oder dessen Arbeit beenden? Passt die Arbeit von Biff und Aranat der Lübecker CDU nicht in ihr ideologisches und nach rückwärts in die 50iger Jahre gewandtes Weltbild? Sollen die Ansätze für Schwangerschafts- und Familienberatung für die Haushaltskonsolidierung bluten?

Will die Lübecker Union den Sonnenzug auf das Abstellgleis rangieren? Die Lübecker CDU macht es sich viel zu einfach, wenn sie keine eigenen Vorschläge macht, sondern dem Bürgermeister den "Schwarzen Peter" zuschiebt. Die Bürgerinnen und Bürger und die betroffenen Vereine und Verbände haben Anspruch darauf, von der CDU-Mehrheitsfraktion zu erfahren, wohin die Reise gehen soll. Maßstab für uns ist, dass bei der Haushaltssanierung der soziale Frieden gewahrt und erhalten bleibt.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de