Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 17. Juni 2019

Ausgabe vom 13. Mai 2003

Wohnen im Alter: Mehr Wohnungen mit Service für mittlere Einkommen

V.i.S.d.P.: Klaus Puschaddel

CDU

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Autor: Roswitha Kaske

Schon heute hat Lübeck ca. 60 000 Einwohner, die das 60. Lebensjahr überschritten haben. Um diesen Menschen ein eigenständiges Wohnen im Alter zu ermöglichen, bedarf es entsprechender Wohn- und Hilfsangebote. Unser Eindruck ist, dass es ein gutes Angebot der Senioren-Residenzen für höhere Einkommensschichten gibt. Ebenfalls werden für die Bezieher kleinerer Einkommen gute Angebote an "Betreuten Wohnungen" im geförderten Wohnungsbau vorgehalten. Eine Versorgungslücke zeigt sich für Menschen der Mittelschicht, also der sogenannten "Normalverdiener". Ihr Einkommen ist für den geförderten Wohnungsbau zu hoch und reicht nicht für die "gehobene" Preisklasse der Senioren-Residenzen nicht aus. Somit ist eine große Zahl älterer Menschen in der Versorgung nicht abgesichert bzw. ohne echte Perspektiven.

Die CDU-Fraktion hat deshalb zur letzten Bürgerschaft einen Antrag auf den Weg gebracht. In dem wird der Bürgermeister aufgefordert zu prüfen, ob ein ausreichendes Angebot an "Wohnungen mit Service" für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger besteht. Wenn dies nicht der Fall ist, so muss der Bürgermeister ein Konzept zur Beseitigung der Bedarfslücke erstellen. Diesbezüglich müssen die an-sässigen Wohnungsbauunternehmen in die Entwicklung eines Konzepts eingebunden werden. Wir sehen es als Aufgaben der Stadt an, den Bedarf zu ermitteln, Vorschläge zu unterbreiten, um Defizite zu beheben und somit der Pflicht gegenüber der älteren Generation gerecht zu werden. Die CDU wird sich weiterhin in diesem Bereich in der Lübecker Bürgerschaft engagieren und den Entwicklungsprozess evtl. notwendiger Konzepte aktiv begleiten.

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