Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 25. April 2019

Ausgabe vom 27. Mai 2003

Im Dienst der Natur

Jürgen Brather ist einer von acht ehrenamtlichen Landschaftswarten

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Fachleute unter sich: Umweltsenatorin Dr. Beate Hoffmann mit Landschaftswart Jürgen Brather; Foto: N. Neubauer

Von akkurat getrimmtem Rasenflächen, auf denen nichts gedeiht als Rasen, hält Jürgen Brather nichts. Der 73jährige ist als ehemaliger Biologielehrer und als Landschaftswart der Hansestadt für die pflanzliche Vielfalt. "Je mehr Pflanzenarten wir auf einer Fläche haben, desto mehr Spinnen, Milben und Schmetterlinge finden wir vor", sagt er und zeigt auf eine Fläche an der Parade, gegenüber der Völkerkundesammlung, die für den Laien eher "wild" aussieht, für den Fachmann eine Augenweide ist. Es sind gerade die augenscheinlich vernachlässigten Flächen - gepflasterte Wege, zwischen deren Pflastersteinen sich Löwenzahn den Weg bahnt oder Mauern, auf denen Farne gedeihen, für die Brather sich einsetzt. Jede Pflanze, sagt er, habe Kontakt mit 20 anderen. Stirbt eine, so hat dies Folgen für die anderen Pflanzenarten.

In der Hansestadt Lübeck gibt es acht Landschaftswarte. Umweltsenatorin Dr. Beate Hoffmann (CDU) führte diesen Naturschutzdienst nach einer sechsjährigen Pause im vergangenen Jahr wieder ein und zog nun eine erste Bilanz: "Wir profitieren als Behörde von diesem ehrenamtlichen Engagement. Die Landschaftswarte leisten eine sinnvolle Arbeit", sagte sie am vergangenen Mittwoch. Acht Mitarbeiter seien allerdings zu wenig für Lübeck.

Die Landschaftswarte, die sich jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten widmen, beraten Mitbürger, klären auf, weisen auf Umweltsünden hin und arbeiten mit Vereinen sowie Bereichen der Hansestadt Lübeck zusammen.

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