Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 22. August 2019

Ausgabe vom 27. Mai 2003

Erfolgreiche Premiere

"Leben im Heim" - Zwölf Einrichtungen stationärer Jugendhilfe präsentierten sich

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Großer Auftritt: Der Chor vom Haus Arild in Bliestorf ; Foto: N. Neubauer

Damit haben die Veranstalter nicht gerechnet: Die Messe "Leben im Heim", die am vergangenen Mittwoch erstmalig im Großen Börsensaal des Rathauses stattfand, weckte das Interesse von rund 350 Besuchern und Besucherinnen. Pädagogen, Schüler, Bürgerschaftsmitglieder, Landtagsabgeordnete und Interessierte nutzten die Gelegenheit, um sich einen Überblick über stationäre Jugendeinrichtungen im Raum Lübeck zu verschaffen. "Ich bin beeindruckt von dem großen Interesse", sagte denn auch Irene Böhme, Leiterin des Bereichs Jugendhilfe/Jugendamt und Organisatorin der Messe, ob der Resonanz.

Hintergrund für die Veranstaltung ist das Bestreben, Lübecker Kinder möglichst in Heimen nahe der Hansestadt unterzubringen, damit sie den Kontakt zur Familie aufrechterhalten können. Voraussetzung dafür, ist die Kenntnis, was einzelne Einrichtungen in und um Lübeck bieten und wo sie ihre Schwerpunkte setzen. Was bietet sich hier Besseres an, als eine Messe auszurichten - eine Idee, die auf offene Ohren traf: Alle zwölf von der Hansestadt Lübeck eingeladenen Einrichtungen der Region nutzten die Gelegenheit, um sich und ihre Arbeit nun zu präsentieren. "Wir wollen die Region stärken", betonte Irene Böhme, "es geht um Kooperation, um Austausch".

"Einige Einrichtungen kennt man ja, viele aber nicht", sagte Björn Ortmann vom Kinder- und Jugendwohnhaus in Israelsdorf, das zehn Kindern zwischen 12 und 18 Jahren Plätze bietet. "Die Messe bringt mehr Transparenz", lobte er. Auch Igor Barchewitz, Leiter des Kinder- und Jugendhauses St. Josef in Bad Oldesloe, begrüßte die Veranstaltung: "Es wird mit offenen Karten gespielt, man lernt Leistungen anderer kennen und kann vergleichen." Er wünsche sich, daß die Messe regelmäßig stattfindet und gekoppelt wird mit Fachvorträgen. "Ich hoffe, daß ein fröhlicher Wettbewerb zwischen den Einrichtungen entsteht. Die Kinder, um die es geht, werden daraus als Gewinner hervorgehen", sagte Kultursenatorin Annnette Borns (SPD).

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