Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 18. August 2019

Ausgabe vom 27. Mai 2003

Private Stifter helfen Bücher zu retten

Grautoff-Stiftung vorgestellt - Stadtbibliothek bewahrt Unikate vor Verfall

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Senatorin Borns betrachtet eine sanierte Pergamenthandschrift von 1465 (Psalterium). ; Foto: M. Langentepe

Professor Dr. Gerhard Ahrens ist ein bescheidener Mann, der sich nicht in den Vordergrund drängt. Dabei hätte er allen Grund dazu, denn der gebürtige Hamburger gründete bereits die zweite Stiftung, die der Hansestadt Lübeck zugute kommt:Zunächst die Hach-Stiftung fürs Archiv und vor zwei Jahren die Ferdinand Heinrich Grautoff-Stiftung, die sich jetzt bei einer Pressekonferenz im Mantelssaal der Stadtbibliothek erstmals öffentlich vorstellte. Die unselbständige Stiftung, schnell und unkompliziert eingerichtet über die Gesellschaft zur Beförderung Gemeinnütziger Tätigkeit und dort organisatorisch angesiedelt, stellt Geld zur Sanierung und Konservierung alter Handschriften und seltener Drucke im Besitz der Lübecker Stadtbibliothek zur Verfügung.

Als Ahrens von der Rückkehr sogenannter "Beutekunst" hörte, die sich teilweise in schlechtem Zustand befand, wollte er seinen Beitrag dazu leisten, um diese Werke, zum Teil einmalige Unikate, sanieren zu können, und "sie so vor dem endgültigen Verfall zu retten."

Wie gut die Rettung historischer Werke bereits gelungen ist, demonstrierte Dr. Robert Schweitzer von der Stadtbibliothek anhand ausgesuchter Beispiele:Glanzpunkte waren die Restaurierung der zwölfbändigen Rehbein-Chronik, die nun einen einzigartigen Einblick in die Arbeitsweise eines Historikers der Barockzeit liefert. Aus einer Vielzahl überklebter oder eingehefteter

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