Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 20. August 2019

Ausgabe vom 21. April 1998

Jugendliche brauchen Zukunft

SPD

Die Bemühungen um ein bundesweites Bündnis für mehr Ausbildungsplätze sind gescheitert. "Zukunfts"-Minister Rüttgers hat es nicht geschafft, in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und der Wirtschaft die Schaffung der für 1998 noch fehlenden 70 000 Lehrstellen auf den Weg zu bringen

Nach dem Konzept für die kurzfristige Schaffung von Ausbildungsplätzen aus dem Oktober des vergangenen Jahres (damals konnten durch Bürgerschaftsbeschluß 20 Lehrstellen geschaffen werden) fordert die SPD-Bürgerschaftsfraktion nun die Einrichtung von Ausbildungsplätzen für jugendliche Sozialhilfeempfänger. Rund 200 Menschen unter 25 Jahren mußten in Lübeck bereits den Weg in die Sozialhilfe gehen. Diese Jugendlichen brauchen eine Zukunft.

Weg aus der Sozialhilfe

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion will daher die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen dafür schaffen, durch eine berufliche Qualifizierung einen Weg aus der Sozialhilfe zu weisen.

Eine Ausbildungsplatzoffensive für sozialhilfeberechtigte Jugendliche kann über die Gemeinnützige Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit anderen Lübecker Bildungsträgern noch im Jahr 1998 gestartet werden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Dietrich Szameit: "Wenn wir bis zum Regierungswechsel im September warten, ist es für viele Jugendliche für eine Ausbildung zu spät. Durch kommunal geförderte Ausbildungsplätze wirken wir der Ausbildungsverweigerung der Wirtschaft und der Untätigkeit der CDU/F.D.P.-Regierung entgegen". Die besonderen Möglichkeiten der finanziellen Förderung für jugendliche Sozialhilfeempfänger können in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt genutzt werden, um Menschen vor "Sozialhilfe lebenslänglich" zu bewahren.

SPD fordert Kioske

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion begrüßt die Initiative des Bürgermeisters, im Rahmen seines Stadtpflegeprojektes auf der Wallhalbinsel und an der Kanalstraße Toiletten erstellen zu lassen. Dieses ist ein unverzichtbarer Service für die Besucher Lübecks, die mit dem Bus oder PKW in die Hansestadt kommen.

Aber nicht nur für die dringendsten Geschäfte unserer Gäste muß Vorsorge getroffen werden, auch für die Kleinigkeiten des kurzfristigen Bedarfs sollte durch Kioske ein Angebot erfolgen. Da es sich hierbei um attraktive Standorte handelt, wird es sicher genügend Interessenten für den Betrieb einer solchen Verkaufsmöglichkeit geben.

V.i.S.d.P.: Dietrich Szameit

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