Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 24. September 2018

Ausgabe vom 08. Juli 2003

Parade mit Homosexuellen

Erstmals in diesem Jahr haben sich mehrere Vereine zusammengetan, um den Christopher-Street-Day in Schleswig-Holstein zu zelebrieren. Nachdem am vergangenen Wochenende bereits die Kieler durch die Straßen der Landeshauptstadt zogen, sind am Sonnabend, 12. Juni, nun die Lübecker und Lübeckerinnen an der Reihe. Der dritte Zug zieht durch Bad Segeberg am 9. August.

In Lübeck startet die Parade um 12 Uhr an der Musik- und Kongreßhalle und zieht mit Lkw, Pkw, Motorrad-, Fahrradgruppen und mehreren tausend Fußgängern durch die Altstadt. Gegen 14 Uhr soll der Zug auf dem Markt ankommen, wo bis 22 Uhr eine Feier mit Theater, Musik und Trommelfeuer geplant ist. Zur Feier des Tages werden Fahnen in Regenbogenfarben gehißt: Die Bürgerschaft hatte dies in ihrer vergangenen Sitzung einstimmig gebilligt.

Sichtbar und selbstbewußt

Das Motto des Christopher-Street-Days (CSD), der unter der Schirmherrschaft von Bischöfin Maria Jepsen steht, lautet "LesBiSchwul - sichtbar und selbstbewußt in Schleswig-Holstein". Ziel des Tages ist es, für die Gleichberechtigung und Akzeptanz von Homosexuellen zu werben. Der CSD steht weltweit für das Selbstbewußtsein der Homosexuellen und ihren Widerstand gegen Diskriminierung. In 80 Städten Europas wird er mit Paraden undDemonstrationen begangen. Seinen Ursprung hat der CSD im Juni 1969 in New York, als sich Homosexuelle gegen eine Polizeirazzia in einer Szenekneipe zur Wehr setzten, was tagelange Krawalle zur Folge hatte.

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