Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 15. Juli 2003

Sand World: Ein tolles Event

Zweites Sandskulpturenfestival im Ostseeheilbad eröffnet

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Acht Wochen lang ist Sand World zu besichtigen bei netter Musik.; Foto: N. Neubauer

"Machen Sie weiter wie bisher, dann ist mir um Lübeck-Travemünde nicht bange", lobte Stadtpräsident* Peter Sünnenwold (CDU) bei der Eröffnung von Sand World am vergangenen Donnerstag das Engagement der Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH (LTS). Sand World sei ein tolles Event, es sei am richtigen Ort gebaut. Bis zum 7. September, werden auf dem Priwallstrand auf einer 10 000 Quadratmeter großen Fläche Weltwunder und Erfindungen der Menschheit in fünf Kontinenten präsentiert und Tausende Besucher in den Bann ziehen. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren knapp 200 000 Gäste gezählt worden, in diesem Jahr will die LTSals Veranstalter die Zahl noch toppen.

"Travemünde braucht so etwas, Lübeck braucht so etwas", sagte Sünnenwold. "Die LTSmacht so weiter", versicherte Klaus Puschaddel, Aufsichtsratsvorsitzender der LTS und CDU-Fraktionsvorsitzender. Dank Sand World lebe der Priwall auf, lobte Puschaddel.

Rund geladene 400 Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Politik feierten bei schönstem Wetter die Eröffnung des Skulpturenparks. Sie waren durchweg begeistert von der Kunst der Sandskulpteure. Einzigartig seien diese Wunderwelten, wunderbar, entzückend, filigran, fantastisch...

"Sand World ist in diesem Jahr das größte Sandskulpturenfestival in Europa", sagte Tourismuschef Johannes W. Wagner, der in seiner Rede jenen dankte, die halfen, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Er dankte zudem den Partnern in der Wirtschaft. Eppo Vogel von Inaxi Holland, Ideengeber für das Festival, lobte das Team der Sandskulpteure: "Das ist das beste Team der Welt." Seit zehn Jahre organisiere er Sandskulpturenfestivals, doch: "Der schönste Platz ist der Priwall in Travemünde." Das Team der Carver hat sich bereits zu neuen Ufern aufgemacht: Gestern reiste es ab, um in Zeebrügge eine Welt aus Sand zu schaffen. Zwei der Skulpteure weilen allerdings noch in Travemünde. Bei ihnen können Erwachsene und Kinder das Carven lernen.

Zu bewundern sind in diesem Jahr architektonische Meisterwerke der Antike, unter anderem der Koloß von Rhodos, der Tempel Artemis, der Leuchtturm von Alexandria - mit elf Metern der höchste Punkt, die Pyramiden von Gizeh, Angkor Wat in Kambodscha, die Chinesische Mauer und der Turmbau zu Babel.

Aber auch Entdeckungen der Menschheit, die den Lauf der Geschichte veränderten, berühmte Eroberer und Erfinder sind detailgetreu in den Sand gecarvt: Dschinghis Kahn, Ali Baba und Buddha, der Erleuchtete, haben Asien fest im Blick. Bell, die Gebrüder Wright, Edison, Gutenberg und Benz präsentieren den Erfindungsreichtum Europas und das Naturvolk der Aborigines lauscht den Klängen der Oper in Sydney. Der Evolution des Menschen ist man in Afrika auf der Spur und Amerika wird von Kolumbus, dem Goldrausch und "Wilden Westen" sowie der Figur Lara Croft in Szene gesetzt. "Alice im Wunderland" bietet Spiel und Spaß im "sechsten" Kontinent - der in Sand gebauten Kinderwelt.

Sand World ist montags bis donnerstags von 10 bis 23 Uhr (Kassenschluß um 22 Uhr) und freitags bis sonntags von 10 bis 24 Uhr (Kassenschluß um 23 Uhr) geöffnet. Während der Travemünder Woche vom 18. bis 27. Juli und während des Cutty Sark Tall Ships Race vom 21. August bis 24. August ist das Areal täglich bis 24 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 5,50 Euro Eintritt, Kinder bis vier Jahren haben freien Eintritt, Kinder von fünf bis elf Jahren zahlen vier Euro. Ein Kombiticket für 9,50 Euro bezeihungsweise 6,50 Euro bietet die Chance, den Sandskulpturenpark einmal am Tag und einmal bei Nacht zu erleben, ein Dauerticket kostet 25 Euro (gültig bis 7. September). Der Eintrittspreis beinhaltet die Hin- und Rückfahrt für Fußgänger mit der Priwallfähre.

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