Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 15. Juli 2003

Eine Brücke über den Belt

EU fördert deutsch-dänisches Kulturprojekt - Ausstellungen und Jugendcamps

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Dr. Manfred Gläser, Bernd Saxe mit Projektpartner Palle Birk Hansen aus Dänemark; Foto: Neubauer

Gute Nachrichten für Lübeck: Die EUfördert das deutsch-dänische Projekt "Eine Kulturbrücke über den Belt"; allein an die Hansestadt fließen in den nächsten Wochen 467 599 Euro. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hat am vorvergangenen Montag dem Leiter des Bereichs Archäologie, Dr. Manfred Gläser, einen entsprechenden Bewilligungsbescheid aus dem Interreg IIIA-Programm übergeben.

Das Projekt "Eine Kulturbrücke über den Belt" umfaßt eine Reihe von Aktivitäten des Bereichs Archäologie der Hansestadt Lübeck und den Museen des Storstroms Amts (Südseeland, Lolland, Falster, Mon). Dazu gehören drei Ausstellungen zur gemeinsamen Kultur und Geschichte, die Erstellung von Reiseführern, Ausstellungskatalogen und einer gemeinsamen Homepage, Seminare sowie Mitarbeiter- und Jugendaustauschprogramme. Insgesamt kosten die gemeinsamen Vorhaben 1,4 Millionen Euro.

Mit dem grenzüberschreitenden Projekt will die EUdie Zusammenarbeit von deutschen und dänischen Kultureinrichtungen fördern, den Tourismus in beiden Ländern stärken sowie die Europäische Einheit voranbringen. "Wir legen großen Wert auf die fachliche Zusammenarbeit und auf gemeinsame Treffen", sagte Palle Birk Hansen, dänischer Projektpartner aus Naestved bei der Übergabe des Bescheids. Mit dem Projekt werde der Grundstein für eine gemeinsame weiterführende Arbeit gelegt. Ob die Brücke über den Fehmarnbelt gebaut werde oder nicht, "wir begründen eine mentale Brücke", freute sich der Däne.

Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit werden die Lübecker und Lübeckerinnen bereits Anfang September sehen können. Dann wird im Beisein von Königin Margrethe II.und Bundes-präsident Johannes Rau die Ausstellung "Dänenzeit in Lübeck" eröffnet. "Ohne das Geld der EUhätten wir diese Ausstellung nicht durchführen können", sagte Dr. Manfred Gläser, der nun dank der guten Nachricht aufatmeten konnte.

Das deutsch-dänische Projekt, für das in Lübeck bereits drei Mitarbeiter eingestellt wurden, läuft über einen Zeitraum von drei Jahren, es begann bereits Anfang dieses Jahres. Im nächsten Jahr soll eine Ausstellung mit dem Titel "Feinde und Freunde - Dänen, Deutsche und Slawen vom 7. bis 12. Jahrhundert" zu sehen sein, eine dritte ist für 2005 mit dem Titel "Von den Düppeler Schanzen nach Brüssel" in Planung. Alle drei Ausstellungen werden auch in Dänemark gezeigt.

Wirtschaftsförderung half

Zu verdanken ist der finanzielle Geldregen nicht zuletzt der Initiative und dem Engagement von Dario Arndt von der Wirtschaftsförderung. Arndt, mit dessen Hilfe bereits für das deutsch-dänische Jugendprojekt "Albatros" Mittel aus dem Interreg IIIA-Programm nach Lübeck flossen, unterbreitete der Verwaltung die Idee, Fördermittel zu beantragen, und half bei der Umsetzung.

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