Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 22. Juli 2003

Phantastischer Auftakt

Tausende Besucher an ersten drei Tagen der 114. Travemünder Woche

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"Segeln zum Greifen nah" - Segler sind mit Auftaktwochenende zufrieden; Foto: Otto Kasch/okPress

`Travemünde ist einfach klasse', schwärmten Thomas und Claudia Licht, Urlauber aus Viersen bei Mönchengladbach. Das Ehepaar, das bereits im vergangenen Jahr Ferien in Travemünde machte, reiste in diesem Jahr gezielt zur Travemünder Woche an, zumal die beiden begeisterte Hobbysegler sind. `Was hier los ist, ist einfach phantastisch. Die Atmosphäre, das Flair... das kann man gar nicht beschreiben', meinte Thomas Licht.

Die Veranstalter können mit dem Auftaktwochenende der 114. Travemünder Woche rund-um zufrieden sein. Bei bestem Sommerwetter strömten Tausende Besucher zum Segelereignis an die Trave, um einen Tag am Strand zu verbringen, das Treiben auf der Ostsee zu verfolgen und zu feiern. "Wir sind sehr zufrieden. Das Wetter spielt mit, wir haben Wind - alles wunderbar", zog Doris Annette Schütz von der Lübeck und Travemünde Tourist-Service GmbH am vergangenen Sonntag eine erste Bilanz. Die Pressesprecherin der LTS schätzte die Besucherzahl am Freitag allein auf 50 000, am Sonnabend auf 100 000. Bleibt es bei den sommerlichen Temperaturen werden bis Ende des Segelspektakels bis zu einer Million Gäste erwartet. Mit dem Auftakt zufrieden ist auch Kurdirektor Uwe Kirchhoff. `Ein schönes, freundliches, und friedliches Miteinander', sagte er. Das Beschallungskonzept, das die Veranstalter zusammen mit Experten und unter Beteiligung der Anwohner erarbeitet haben, scheine zu greifen: `Die Punktbeschallung sorgt für Partystimmung, ohne daß der ganze Ort in Mitleidenschaft gezogen wird.' So gebe es in diesem Jahr seitens der Anwohner kaum nennenswerte Beschwerden. Kehrseite des Besucherstroms ist allerdings das hohe Verkehrsaufkommen in und um Travemünde. Die Parkplätze im Ostseeheilbad waren am Wochenende mehr als ausgelastet, die Hansestadt ließ allein am Sonntag 13 Wagen abschleppen, weil sie den Verkehr erheblich behinderten. Autofahrer parkten in Parks, auf Wiesen, kreuz und quer.

`Bei solchen Besuchermengen sind wir an der Kapazitätsgrenze. Wir empfehlen, Bus und Bahn zu nutzen", sagte Kirchhoff. Um den Verkehr künftig in den Griff zu bekommen, müßten Parkflächen am Rande Travemündes mit einem Shuttle-Service angebunden werden.

Auch aus der Sicht der Segler war das Auftaktwochenende ein Erfolg. Zwar starteten die Regatten am Sonnabend mit Verspätung, doch dann segelten die Sportler unter vollen Segeln. `Es lief gut. Wir sind zufrieden', sagte Steuermann Frank Blohm, der bereits zum achten Mal an der Travemünder Woche teilnimmt. Zusammen mit Vorschoterin Kirsten Sach, Ehefrau von Segelas Helge Sach, erreichte er am Sonnabend mit seinem Katamaran (Formula 18) in der Gesamtwertung den achten Platz. Am Sonntag lief es nicht ganz so gut für die Segler, einige der Fahrten fielen aufgrund des fehlenden Windes aus.

Noch bis zum Sonntag, 27. Juli, dauert die Travemünder Woche, an der rund 3000 Segler aus 25 Nationen mit etwa 1000 Booten teilnehmen.'Wir freuen uns über die große internationale Beteiligung und haben nicht nur mit der Weltmeisterschaft der Hobie 14 einen besonderen Focus auf Katamarane gelegt', sagte Organisationsleiter Claus-Dieter Stolze vom Lübecker Yacht-Club, federführender Veranstalter. Das Spektakel mit dem Motto `Segeln zum Greifen nah" endet mit der Internationalen Deutschen Matchrace-Meisterschaft am Sonntag. Die Wettfahrten werden begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm an Land. Ungezählte Stände bieten Pommes, Pizza und Kulinarisches, Bier und Caipirinha, Schmuck, Taschen und T-Shirts. Live-Musik und Kleinkünstler sorgen für Unterhaltung, zudem: Wer Standardtänze mag, schwingt auf der Tanzfläche beim Casino das Tanzbein. Am Mittwoch, 23. Juli, 22.45 Uhr, und am Sonntag 27. Juli, 22.30 Uhr, stehen Feuerwerke auf dem Programm, täglich um 18 Uhr wird vor dem Regatta-Zentrum an der Travepromenade eine Bootsklasse vorgestellt. Das Musikprogramm auf den Bühnen endet werktags um 23 Uhr, am Wochenende um 24 Uhr, jeweils eine Stunde später ist Veranstaltungsschluß.

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