Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 20. Juli 2019

Ausgabe vom 22. Juli 2003

Mit Aufwind ins Defizit - Europäische

Union begutachtet Flug-Geschäfte

Bündnis 90 / Die Grünen

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V.i.S.d.P.: Susanne Hilbrecht

Behörden der Europäischen Union befassen sich seit einiger Zeit mit den kaufmännischen Tätigkeiten der Fluggesellschaft Ryan-Air, der es bekanntlich möglich ist, zu erstaunlich niedrigen Preisen auf dem Flughafen Lübeck-Blankensee zu verkehren.

Die Flughafen GmbH lässt uns über die Presse regelmäßig wissen, dass sie sich im Aufschwung befinde.

Ebenso regelmäßig können wir Jahr für Jahr im städtischen Haushalt einen Betrag um eine Million Euro herum zur Kenntnis nehmen, mit dem die Stadt Lübeck aus ihrer öffentlichen Kasse (die doch immer leer sei) die Verluste der Flughafen GmbH ausgleicht. Um eine Erklärung zu erhalten, haben wir in der Bürgerschaft nachgefragt: Welche Fluggesellschaften kommen in den Genuss von Vergünstigungen seitens der Flughafen GmbH?

Bei welchen Fluggesellschaften wird der Kostendeckungsgrad unterschritten? Auch wollten wir wissen, ob die Firma Ryan-Air überhaupt Landegebühren zahlt, oder ob sie nicht sogar (durch welche Verfahrens-Geschicklichkeiten auch immer) am Ende etwas bekommt, damit sie Blankensee anfliegt. Wir erhielten die Antwort, dass wir keine Antwort erhalten, weil die `Wahrung von Geschäftsgeheimnissen der Vertragspartner der Flughafen Lübeck GmbH verletzt werden' könnte.

Diese geheimnisvolle Nicht-Antwort haben wir der EU-Kommission in Brüssel nun zur Kenntnis gegeben. Die Kommission denkt, wie gesagt, darüber nach, ob private Billig-Flieger billig fliegen können, weil womöglich die

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