Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 19. Juli 2019

Ausgabe vom 05. August 2003

Mobiles Telefon möglichst kurz nutzen

Arbeitsschutz der Stadtverwaltung gibt Tips zu Handy-Strahlen

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Telefonate per Handy sollten kurz bleiben.; Foto: R. Stormer

Der Bereich Arbeitsschutz der Hansestadt Lübeck weist angesichts zahlreicher Anfragen zum Thema `Gefährlichkeit von Handys' auf eine aktuelle Mitteilung des Bundesamtes für Strahlenschutz hin, deren Inhalt im folgenden wiedergegeben ist: Beim Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder zur Übertragung von Informationen eingesetzt. Auch Handys strahlen diese Felder aus, und das direkt am Kopf. Zur Zeit gibt es bei Einhaltung der Grenzwerte keine wissenschaftlichen Beweise für gesundheitliche Beeinträchtigun-gen.

Trotzdem hält es das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes für zweckmäßig, daß diese elektromagnetischen Felder so gering wie möglich gehalten werden. Vorsorge ist sinnvoll, weil es noch offene Fragen über die gesundheitlichen Wirkungen der Felder gibt. Die elektromagnetischen Felder, die beim Telefonieren mit Handys auftreten, sind im allgemeinen sehr viel stärker als die Felder, denen man etwa durch benachbarte Mobilfunkbasisstationen ausgesetzt ist.

Daher hält das BfS es für wichtig, die Felder, denen die Nutzer von Handys ausgesetzt sind, so gering wie möglich zu halten und empfiehlt: In Situationen, in denen genauso gut mit einem Festnetztelefon wie mit einem Handy telefoniert werden kann, sollte das Festnetztelefon genutzt werden. Telefonate per Handy sollten kurz gehalten werden. Falls die elektromagnetischen Felder beim Telefonieren mit Handys ein gesundheitliches Risiko bewirken sollten, kann ein kürzeres Gespräch zu einer Verringerung dieses möglichen Risikos führen. Möglichst nicht bei schlechtem Empfang, beispielsweise aus Autos ohne Außenantenne, telefonieren. Die Leistung mit der das Handy sendet, richtet sich nach der Güte der Verbindung zur nächsten Basisstation.

Die Autokarosserie verschlechtert die Verbindung und das Handy sendet deshalb mit einer höheren Leistung.

Man sollte Handys verwenden, bei denen der Kopf möglichst geringen Feldern ausgesetzt ist. Die entsprechende Angabe dafür ist der SAR-Wert (Spezifische Absorptions Rate). Die Hersteller der Handys planen, ab Herbst die unter festgelegten Bedingungen ermittelten SAR-Werte anzugeben. Empfehlenswert sind zudem Head-Sets. Die Intensität der Felder nimmt mit der Entfernung von der Antenne schnell ab. Durch die Verwendung von Head-Sets wird der Abstand zwischen Kopf und Antenne vergrößert, der Kopf ist beim Telefonieren geringeren Feldern ausgesetzt.

SMS verschicken

Nutzen sollte man die Möglichkeit, SMS zu verschicken, da dazu das Handy nicht zum Kopf geführt wird. Besonders gelten die Tips für Kinder.

Mit den Empfehlungen läßt sich die Strahlenbelastung effizient minimieren, ohne auf die Vorteile eines Handys verzichten zu müssen.

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