Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 26. August 2003

Stop für Spielhallen

Travemünde: typisches Stadtbild sichern

Neuen Spielhallen und ähnlichen Unternehmen soll die An-siedlung in Lübecks schönster Tochter Travemünde schwerer gemacht werden. Dies sieht der Bebauungsplan 32.08.00 Trave-mündeAltstadt vor. Über eine entsprechende Beschlußvorlage des Bereichs Stadtentwicklung wird nächsten Donnerstag die Bürgerschaft entscheiden.

Vier Spielhallen werden zur Zeit in Travemünde auf engstem Raum in der Altstadt betrieben. Für eine weitere wurde in der Vorderreihe ein Antrag gestellt. Doch das wollen die Stadtplaner die Hansestadt Lübeck verhindern. Denn: es droht eine Verödung des Straßenbildes. Das typische Ortsbild wird beein- trächtigt, es droht langweilig und eintönig zu werden. Der Grund: Spielhallen haben meistens zugeklebte Schaufenster und laden nicht zum Bummeln ein. Gerade in der Vorderreihe, in diesem Falle Höhe Priwallfähre, wäre aber beispielsweise ein Gastronomiebetrieb mit Außenbereich wünschenswert.

Grundsätzlich verbieten wollen die Planer den Spielhallenbetrieb jedoch nicht, nur steuern. So ist es denkbar, weitere Spielhallen beispielsweise in den oberen Stockwerken oder in Seitenstraßen, dann auch im Erdgeschoß, anzusiedeln.

Der jetzt vorliegende Bebauungsplan ist das einzige Instru-ment, Einfluß auf die Ansiedlung von Unternehmen zu nehmen. Nur wenn die Bürgerschaft dieser Vorlage zustimmt, können die Stadtplaner auch weiterhin die typische Ortsstruktur von Travemünde erhalten.

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