Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 21. Juli 2019

Ausgabe vom 16. September 2003

So viele Besucher wie noch nie

Tag des offenen Denkmals lockte in Lübeck 70 000 Besucher in die Altstadt

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Tanztheater zum Tag des offenen Denkmals: Tanzortnord mit "Café schräg"; Foto: N. Neubauer

Der Tag des offenen Denkmals hat in diesem Jahr alle bisherigen Rekorde gesprengt. Zum einen öffneten über 6700 Häuser in 2700 Kommunen ihre Häuser - so viele wie noch nie. Zum anderen nutzten bundesweit nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz rund zehn Millionen Besucher und Besucherinnen den europaweiten Aktionstag. In der Hansestadt Lübeck zählte die Stiftung bis 13 Uhr rund 70 000 Gäste. Die Besucher zogen durch die Straßen und Gassen der Altstadt, ließen sich durch zahlreiche Gemäuer führen. Unter den knapp 70 Bauten, die ihre Türen geöffnet hatten, waren zahlreiche Privathäuser, denn in diesem Jahr hieß das Motto "Geschichte hautnah: Wohnen in einem Baudenkmal".

"Eine runde Sache", lautete das kurze wie klare erste Resümee der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. "Wir freuen uns, daß der Tag des offenen Denkmals bei den Besuchern so gut angekommen ist", sagte Dr. Ursula Schirmer, Pressesprecherin der Stiftung, die den Tag bundesweit koordiniert. "Offensichtlich ist das Thema auf großes Interesse gestoßen." Zudem habe man Glück mit dem Wetter gehabt.

Der Tag des offenen Denkmals wurde in Lübeck, auf dem Marienkirchhof, durch Ute Erdsiek-Rave, schleswig-holsteinische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, mit Vertretern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Hansestadt Lübeck sowie Gästen aus Politik und Kultur eröffnet. "Lübeck ist das Herz des Landes, was die Kultur angeht", sagte Erdsiek-Rave. Die Weltkulturerbestadt sei eine moderne offene Metropole, die mit und von ihrem historischen Ensemble lebt. "Denkmalschutz und Denkmalpflege als öffentliche und private Aufgabe sind Kulturleistungen, von denen alle profitieren", sagte Erdsiek-Rave. "Das Stadtbild von Lübeck zum Beispiel, die Architektur, Kunst und Kulturlandschaft wirken auf jeden Menschen - ob bewußt oder unbewußt." Professor Dr. Gottfried Kiesow, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz lobte das private Engagement, Baudenkmäler zu erhalten.

Dr. Horst Siewert, Denkmalpfleger der Hansestadt, warb in seiner Rede für die Unterstützung der Denkmalpflege: "Es lohnt, die Baudenkmale zu unterhalten."

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