Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 17. Juli 2019

Ausgabe vom 07. Oktober 2003

Wer ist am kreativsten?

Schulwettbewerb "Kultur in Lübeck" - Preise in Höhe von insgesamt 45 000 Euro

2970101.jpg
Die Schüler und Schülerinnen der Baltic-Gesamtschule sind wieder dabei: Iris, Jasmin, Benjamin (vorne), Tobias, Monique und Alexander.; Foto: N. Neubauer

Jetzt können Schüler und Lehrer in Lübeck loslegen und ihre Ideen für den Schulwettbewerb 2003 sprudeln lassen: Schulsenatorin Annette Borns (SPD)hat am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz den offiziellen Startschuß gegeben. Dabei stellte sie klar: "Es geht nicht um Peanuts. Es geht um erhebliche Geldbeträge." 45 000 Euro können die Schulen insgesamt gewinnen.

Der Schulwettbewerb war im vergangenen Jahr von der Edith-Fröhnert-Stiftung und der Hansestadt Lübeck aus der Taufe gehoben worden. Ging es im ersten Jahr um Sport und Olympische Spiele, dreht es sich nun um "Kultur in Lübeck". Noch bevor feststand, daß die Hansestadt sich um den Titel Kulturhauptstadt 2010 bewirbt, sei das Thema gewählt worden, sagte Ulrich Meyenborg, der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm. Der Amtsvorgänger von Annette Borns sitzt der Jury vor, die über die Beiträge der Schüler befinden wird.

Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen zu animieren, sich an der Diskussion über Kultur in Lübeck zu beteiligen. Dabei geht es um eine Bestandsaufnahme der Angebote. Kinder und Jugendliche sollen beurteilen, ob es aus ihrer Sicht ein ausreichendes kulturelles Angebot gibt, ob es genügend Möglichkeiten gibt, kulturelle Aktivitäten zu entwickeln. Sie können sich auch mit Themen wie generationsübergreifende Kulturveranstaltungen auseinandersetzen oder eben einen eigenen kulturellen Beitrag leisten - musikalischer, literarischer oder anderer künstlerischer Art. "Vor der Ausschüttung des Geldes ist die Arbeit in den Schulen gesetzt", sagte Meyenborg.

"Es liegt uns am Herzen, daß möglichst viele Schulen teilnehmen", sagte Eberhard Arent vom Fachbereich Kultur, der für die Schulen als Ansprechpartner zuständig ist. Eine Schule hat sich bereits angemeldet: die Baltic-Gesamtschule, die im vergangenen Jahr bereits einen Preis einheimste, ist wieder dabei. In diesem Jahr gibt es unabhängig von der Schulart jeweils drei erste, zweite und dritte Preise zu gewinnen, die mit je 8000, 5000 und 2000 Euro dotiert sind. Chancen, einen Preis zu gewinnen, haben Schulen, die mit Qualität und Umfang, Kreativität sowie Vielfalt der genutzten Medien punkten. Außerdem kommt es der Jury darauf an, daß der Beitrag von Schule und Eltern getragen und unterstützt wird und möglichst Modellcharakter besitzt.

Alle 78 Schulen der Hansestadt können mit jeweils einem Projekt mitmachen. Anmeldeschluß für den Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters steht, ist der 15. Dezember. Die Preisvergabe ist für den Mai des kommenden Jahres geplant. Die Ausschreibung kann im Internet unter der Adresse http://www.froehnert-stiftung.de/aktuelles.html abgerufen werden. Auskunft erteilt auch Eberhard Arent vom Fachbereich Kultur unter der Rufnummer 122-57 40.

Zahlreiche Förderer

In der Jury sitzen neben Ulrich Meyenborg, Schulrätin Kirsten Blohm-Leu, Dr. Michael Brandt (Volksbank Lübeck), Björn Engholm, Hans Hahne (McDonald's), Wolfgang Schierenbeck (Lübecker Nachrichten) und Andreas Schwartz (Edith-Fröhnert-Stiftung). Förderer des Projektes sind die Edith-Fröhnert-Stiftung, die Volksbank Lübeck, McDonald's, die Possehl-Stiftung, der Lübecker Gemeinnützige Bauverein eG, Neue Lübecker Norddeutsche Baugenossen-schaft eG, und die Vereinigte Baugenossenschaften eG.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de