Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 24. Mai 2019

Ausgabe vom 09. Dezember 2003

Mehr Hotels für Travemünde

Senat tagte im Ostseeheilbad - Weitere Investitionen geplant

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Die Hansestadt Lübeck will sich nicht auf der positiven Entwicklung ausruhen, sondern weiter in Travemünde investieren.; Foto: N. Neubauer

Die Hansestadt Lübeck will weiter in Travemünde investieren und notwendige Vorausset-zungen für private Investitionen schaffen. Das sagte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) nach einer Senatsbesprechung im Ostseeheilbad und einem sich anschließenden Treffen mit dem Ortsrat Travemünde am vergangenen Mittwoch in einer Pressekonferenz. "Wir haben einen sehr positiven Saisonverlauf zu verzeichnen", sagte Saxe. Von Januar bis Oktober weise Travemünde bei den Übernachtungszahlen einen Zuwachs von 12,1 Prozent auf. Der Wert zeige, daß das "Tal der Tränen in Travemünde hinter uns liegt". Allerdings wolle man sich nicht auf dieser Entwicklung ausruhen.

Nachholbedarf sieht der Bürgermeister beispielsweise in der Hotelbranche. "Auf diesem Sektor müssen wir etwas tun." So habe das Ostseeheilbad lediglich 2000 buchbare Betten. Boltenhagen zähle hingegen 5000, Binz 13 000 und Grömitz 12 000. "Das Feriendorf auf dem Priwall bleibt ein Projekt, auch wenn es schwierig ist, Investoren zu finden", sagte Saxe. Beide Wirtschaftszweige - Hafen und Tourismus - gelte es auszubauen. Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) kündigte an, daß die Klinik nun doch am Gnevers-dorfer Weg entstehen werde. Die Sana-Kliniken seien zwar noch mit dem Investor in Verhand-lung, aber es gehe nur noch um Feinheiten. Schon im Frühjahr solle der Bau für die 40 Betten zählende Praxisklinik beginnen, die Fertigstellung ist für Ende 2004 geplant. Zur nächsten Saison werde zudem ein Teil des Parkplatzes Kowitzberg als Wohnmobilstellplatz ausgewiesen. "Das ungeordnete Parken ist nicht gut für den Ort", meinte Halbedel. Für Veranstaltungen will er am Gneversdorfer Weg einen Großparkplatz schaffen. Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) kündigte an,den Vorplatz der Priwallfähre zu einem Rondell umbauen zu lassen. Weitere Projekte sind der Umbau des ZOB und der Rückbau der Bertlingsstraße. Ob Travemünde einen Ersatz für das Ende des Jahres schließende Aqua Top bekommt, ist unklar. Die Frage des Bedarfs sei noch nicht beantwortet, sagte Sportsenatorin Annette Borns (SPD).

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