Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 23. August 2019

Ausgabe vom 12. Mai 1998

Region Lübeck hält zusammen

Kommunen und Kreise im Großraum der Hansestadt wollen kooperieren

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Absprachemangel: Unmittelbar hinter Lübecks Stadtgrenze wächst in Mecklenburg der "Stadtteil" Herrrnburg (derzeit über 2000 Einwohner) heran; Foto: M.Erz

Die Kommunen und Kreise im Großraum Lübeck wollen stärker zusammenarbeiten. Dies beschlossen die Regionalkonferenz am Montag, 4. Mai, bei ihrer ersten Zusammenkunft. Zu diesem Zweck soll ein Kommunal- und Landesgrenzen überschreitendes Entwicklungskonzept erstellt werden.

Über 170 Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung waren nach Lübeck gekommen. Sie repräsentierten die Gebietskörperschaften der Region: Die Kreise Herzogtum Lauenburg, Nordwestmecklenburg, Ostholstein, Segeberg, Stormarn, die kreisangehörigen Städte und Gemeinden der Region und die Hansestadt Lübeck sowie die Landesplanungsbehörden von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Region mit 410 000 Einwohnern

In der Region, die im wesentlichen mit dem Berufspendlerraum Lübecks identisch ist, leben über 410 000 Menschen in rund 100 Gemeinden. Sie reicht von Neustadt in Ostholstein im Norden bis Ratzeburg im Süden, Grevesmühlen im Osten bis Reinfeld im Westen (siehe Karte).

Erarbeitet werden soll jetzt ein Konzept für eine umweltfreundliche, sozialverträgliche und ökonomische Siedlungsentwicklung nach dem Leitbild der dezentralen Konzentration. Dieses sieht vor, regional bedeutsame Flächen für Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen, Einzelhandel sowie Flächen für sonstige zentrale Einrichtungen mit überörtlicher Ausstrahlung auszuweisen. Ziel: Die Gebietskörperschaften sollen sich in der Flächenausweisungs- und Bodenvorratspolitik miteinander abstimmen. Geplant sind ein regionales Wohnbauland-Konzept, ein regionales Einzelhandels-Entwicklungskonzept und ein Gewerbeflächen-Informationssystem. In das Siedlungskonzept soll zudem ein Verkehrsentwicklungs-Konzept integriert werden, mit dem die wachsende Mobilität der Bewohner in der Region umwelt- und sozialverträglich gesteuert werden kann. Der motorisierte Individualverkehr soll dabei zumindest verringert werden. Mit Hilfe eines regionalen

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