Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausgabe vom 13. Juli 2004

Sagen, Mythen und Athleten

Sand World ist eröffnet - Mythos Olympia ist bis September zu sehen

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Das dritte Sandskulpturenfestival in Travemünde soll auch in diesem Jahr wieder Besuchermassen locken.; Foto: N. Neubauer

Die Olympischen Spiele in Athen beginnen erst in ein paar Wochen, die Sand World aber, die sich in diesem Jahr dem Mythos Olympia widmet, ist am Donners-tagabend bereits eröffnet worden. Die ersten Tausend Besucherin-nen und Besucher haben das dritte Sand-skulpturenfestival auf dem Priwall in Travemünde bereits am Wochenende bewundert.

"60 Tage wird die olympische Flamme über Travemünde brennen", sagte Stadtpräsident Peter Sünnenwold (CDU) bei der Eröffnung. Rund 400 Gäste, darunter Wirtschaftsminister Dr. Bernd Rohwer, Bürger-meister Bernd Saxe, die Senatoren Wolfgang Halbedel, ThorstenGeißler und Franz-Peter Boden, Vertreter des Landtags und der Bürgerschaft sowie die Sponsoren nahmen an dem Eröffnungsfest am Donnerstag teil. Sünnenwold dankte in seiner Rede dem Tourismuschef Johann W. Wagner für seinen Mut, Sand World nach Travemünde gebracht zu haben. Die 250 000 Besucher vor zwei Jahren und die 450 000 Besucher vor einem Jahr zeigten, wie wichtig und gut dieser Schritt gewesen sei. Der Stadtpräsident dankte zudem Projektleiterin Jana Kürbis von der Lübeck und Travemünde Tourismus Service GmbH (LTS) sowie den Skulpteuren. "Sand World ist eine einmalige Werbemaßnahme", so Sünnenwold. Das Festival sei ein Gewinn für Lübeck, diese Werbung könne die Stadt nicht bezahlen. Wirtschaftsminister Dr.Rohwer nannte Sand World einzigartig und wünschte den Carvern - den Skulpteuren -, daß ihre Figuren Regenschauer überstehen. Auch Klaus Puschaddel, Aufsichtsratsvorsitzender der LTS, lobte die einzigartige Szenerie und wünschte der Sand World einen erfolgreichen Verlauf. In Zusammenhang mit dem bisher verregneten Sommer regte er an, das 10 000 Qudratmeter große Festivalgelände zu überdachen. Dies sei eine Möglichkeit, die man nicht ganz aus den Augen verlieren solle, meinte Puschaddel.

Drei Wochen lang arbeiteten die rund 74 Sandkünstler aus aller Welt bei Wind und Wetter, um die bis zu elf Meter hohen Meisterwerke aus speziellem Skulpturensand zu gestalten. Nun ist ihr Werk vollbracht und bis zum 5. September ist die sandige Kunst zu bestaunen.

Die Carver, so heißen die Sandkünstler im Fachjargon, arbeiteten mit speziellem Hand-werkszeug: Maurerkellen zum Beispiel benutzten sie für gröbere Arbeiten, auch Kran und Spaten, Strohhalm und Pinsel setzten sie ein, um 9000 Tonnen Sand in eine Szenerie aus griechischen Sagen, Mythen und Athleten zu verwandeln.

Sand World ist bis zum 5. September täglich geöffnet und kann montags bis donnerstags von 10 bis 23 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 24 Uhr besichtigt werden. Erwachsene zahlen sechs Euro Eintritt, Kinder von fünf bis elf Jahren drei Euro. Der Eintritt beinhaltet die Hin- und Rückfahrt mit der Priwallfähre für Fußgänger (Nordermole).

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